Hamburg & Schleswig-HolsteinHandwerkskammer kritisiert Umstellung bei Heizungsförderung

Die Förderung für klimafreundliche Heizungen sinkt. Warum die Handwerkskammer Hamburg die neuen Bedingungen und die Umstellungsphase kritisiert.
Hamburg/Berlin (dpa/lno) - Die Handwerkskammer Hamburg hat die plötzlich eingeführten Änderungen bei der Heizungsförderung scharf kritisiert. "Unsere Stadt ist gesetzlich zur Klimaneutralität bis 2040 verpflichtet. Die Wärmewende gelingt aber nur, wenn der Austausch fossiler Heizungen auch wirtschaftlich attraktiv ist und der Heizungstausch in Hamburg in großem Maßstab vorankommt", sagte Handwerkskammer-Präsident Hjalmar Stemmann.
Handwerkskammer: Kurzfristige Änderung falsches Signal
Dass der Bund die Rahmenbedingungen kurzfristig verändere, unter denen die Kunden ihre Entscheidung zur energetischen Sanierung treffen, sei ein falsches Signal. "Hier wird wiederholt das Vertrauen von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie von Betrieben verspielt, die auf Basis der bisher geltenden Förderkonditionen geplant haben und investieren wollen", sagte der frühere CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Stemmann.
Seit Donnerstag können vorerst keine neuen Förderungen für einen Heizungstausch beantragt werden. Bis zum 20. Juli kommt es zu einer Umstellungsphase, um "notwendige technische Anpassungen" bei der staatlichen Förderbank KfW und dem Bundesamt Bafa vorzunehmen, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitgeteilt hatte. Die neuen Förderbedingungen sollen demnach am 21. Juli in Kraft treten. Ab diesem Tag könnten nur noch Anträge unter den neuen Förderbedingungen gestellt werden.
Förderung soll schrittweise um mehrere Tausend Euro sinken
Für den Einbau von Wärmepumpen und anderen klimafreundlichen Heizungen gibt es in den kommenden Jahren weniger Zuschuss vom Staat. Bisher war beim Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung eine staatliche Förderung bis zu 70 Prozent möglich. Der maximal erhältliche Investitionskostenzuschuss für den Heizungstausch betrug bis zu 21.000 Euro der sogenannten förderfähigen Kosten. Damit soll es schrittweise bis 2030 um mehrere Tausend Euro abwärtsgehen.