Sachsen-AnhaltLand sichert Finanzierung für Museum in Halberstadt

Das Berend Lehmann Museum in Halberstadt erhält für weitere fünf Jahre finanzielle Unterstützung. Eine neue Vereinbarung soll die Arbeit des Hauses langfristig absichern.
Halberstadt (dpa/sa) - Das Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur in Halberstadt (Landkreis Harz) kann auch in den kommenden Jahren mit finanzieller Unterstützung des Landes rechnen. Wie das Kulturministerium mitteilte, haben Sachsen-Anhalt, die Stadt Halberstadt und die Stiftung Moses Mendelssohn Akademie eine neue Vereinbarung zur Finanzierung des Museums unterzeichnet.
Land trägt größten Finanzierungsanteil
Demnach übernimmt das Land wie bisher 60 Prozent der Finanzierung, die Stadt Halberstadt und die Stiftung tragen jeweils 20 Prozent. In den kommenden fünf Jahren stellt das Land dafür insgesamt rund 808.000 Euro bereit.
Kulturminister Rainer Robra (CDU) sagte, dem Land sei es ein "zentrales Anliegen, jüdisches Leben zu schützen, zu fördern und gegen jede Form von Antisemitismus einzutreten". Mit der Vereinbarung werde die finanzielle Grundlage des Museums dauerhaft gesichert und dessen Weiterentwicklung ermöglicht.
Lern- und Erinnerungsort seit 2001
Das Museum wurde 2001 gegründet und versteht sich als Lern- und Erinnerungsort für jüdische Geschichte und Kultur in Sachsen-Anhalt. Es vermittelt jüdische Traditionen und Geschichte, richtet sich an Besucher aller Altersgruppen und betreibt zudem Provenienzforschung zu jüdischen Kulturgütern. Träger ist die Stiftung Moses Mendelssohn Akademie.