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Hamburg & Schleswig-HolsteinKieler Bündnis will maritime Sicherheitstechnologien stärken

06.03.2026, 14:07 Uhr
Der-Inspekteur-der-Deutschen-Marine-Vizeadmiral-Jan-Christian-Kaack-am-Freitag-6-Maerz-bei-der-Veranstaltung-mit-Wirtschaft-und-Wissenschaft-in-Kiel
(Foto: Christian Risch/dpa)

In Zeiten wachsender Bedrohungen suchen Marine, Wirtschaft und Wissenschaft eine engere Zusammenarbeit. Das Ziel ist es, neue Ideen in Sicherheitstechnologien schneller zur Anwendung zu bringen.

Kiel (dpa/lno) - Marine, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Schleswig-Holstein wollen gemeinsam Innovationen im Bereich der Sicherheitstechnologien vorantreiben. "Unsere Marine braucht diesen Austausch. Er ist von vitaler Bedeutung, wenn es um unsere Zukunftsfähigkeit, um unsere Einsatzbereitschaft und um unsere Durchsetzungsfähigkeit in einem potenziellen Konflikt geht", sagte Marine-Inspekteur Jan Christian Kaack. In Unternehmen und Hochschulen gebe es eine Vielzahl von interessanten Entwicklungen.

Vizeadmiral Kaack, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), Hans-Peter Petersen, sowie Wirtschafts-Staatssekretärin Julia Carstens unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung, der eine Auftaktveranstaltung mit 170 Gästen folgte.

Als Beispiel für eine Zusammenarbeit nannte Kaack die Unterwasser-Navigation. "Für uns als Marine ist es vor allem wichtig, ein Lagebild über und unter Wasser zu bekommen. Wir müssen schnell feststellen, ob Schiffe sich merkwürdig verhalten." Man spanne einen Bogen über die Stützpunkte, um Eindringlinge schnelle zu erkennen und abweisen zu können.

Marine-Inspekteur: Kiel ist ein idealer Standort

Die Marine habe noch nie bessere Voraussetzungen als jetzt gehabt, finanziell und von der Unterstützung durch Politik und Gesellschaft. "Kiel ist ein idealer Standort für uns. Wir haben hier Werften, Universitäten und Firmen. Das bildet einen brodelnden Kessel von Innovationen", sagte Kaack.

Zur Unterzeichnung waren auch Vertreter von Firmen und Hochschulen gekommen, die im sogenannten Tech-Hub Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) Nord zusammengeschlossen sind. Dieses Netzwerk war von der Landesregierung gemeinsam mit Akteuren aus Unternehmen, Wirtschaftsförderung und Wissenschaft gegründet worden. Es soll beste Voraussetzungen schaffen, um maritime Sicherheitstechnologien schneller bis zur Anwendungsreife zu entwickeln.

Quelle: dpa

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