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Hamburg & Schleswig-HolsteinKirche kündigt Mitarbeitern des Krankenhauses Groß-Sand

18.03.2026, 16:09 Uhr
Mitte-des-Jahres-ist-im-von-der-katholischen-Kirche-betriebenen-Krankenhaus-Gross-Sand-Schluss

Eigentlich sollten die noch verbliebenen Mitarbeiter des Krankenhauses Groß-Sand in Wilhelmsburg woanders weiter beschäftigt werden. Doch die Katholische Kirche zieht als Betreiber die Reißleine.

Hamburg (dpa/lno) - Die Katholische Kirche stellt den Betrieb des Krankenhauses Groß-Sand in Wilhelmsburg bis zum 30. Juni komplett ein. Die Entscheidung des Verwaltungsrats der zuständigen Pfarrei St. Maximilian Kolbe sei den noch verbliebenen 350 Mitarbeitern der Klinik heute mitgeteilt worden, teilte das Erzbistum Hamburg mit.

"Die Rahmenbedingungen im Zuge der Gesundheitsreform lassen eine tragfähige Fortführung des Krankenhausbetriebs nicht zu", hieß es zur Begründung.

Verhandlungen über Verkauf an die Stadt laufen noch

Bereits im vergangenen Jahr waren die Chirurgie und die Notaufnahme der Klinik Groß-Sand geschlossen worden. Geriatrie und neurologische Frührehabilitation sollten zunächst noch in Wilhelmsburg bleiben, im Laufe dieses Jahres aber in das katholische Marienkrankenhaus umziehen.

Letzteres sei nach wie vor geplant. Allerdings stehe die Umsetzung "unter dem Vorbehalt einer entsprechenden Entscheidung im Rahmen der Krankenhausplanung", hieß es. Die Kirche zog deshalb die Reißleine. Ziel sei nun der Abschluss eines Sozialplans, der den Mitarbeitern Planungssicherheit gebe.

Die Stadt hatte im vergangenen Jahr angekündigt, das Krankenhaus kaufen und auf dem Gelände eine Stadtteilklinik errichten zu wollen. Das Erzbistum unterstütze diese Pläne weiterhin, hieß es. Die Verhandlungen über den Verkauf seien aber noch nicht abgeschlossen.

Quelle: dpa

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