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Hamburg & Schleswig-HolsteinLandesbeschäftigte demonstrieren vor Staatskanzlei in Kiel

06.01.2026, 14:54 Uhr
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Eine Menschenkette vom Finanzministerium bis zur Staatskanzlei: Landesbeschäftigte fordern vor der nächsten Tarifrunde mehr Lohn. Bei der Demonstration kam auch die Finanzministerin zu Wort.

Kiel (dpa/lno) - Rund 500 Landesbedienstete haben bei einem Warnstreik vor der Staatskanzlei in Kiel für höhere Löhne demonstriert. Der dbb Beamtenbund und die Tarifunion hatte dazu aufgerufen. Zwischenzeitlich bildeten die Teilnehmer eine Menschenkette vom Finanzministerium bis zum Regierungssitz des Ministerpräsidenten. Besonders stark vertreten waren die Straßenmeistereien und die Finanzverwaltung.

Der dbb fordert von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder sieben Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Statt die erste Verhandlungsrunde für konstruktive Gespräche zu nutzen, habe die Arbeitgeberseite die Forderungen pauschal als unbezahlbar abgelehnt, kritisierte der dbb-Landesvorsitzende Kai Tellkamp.

"In der zweiten Runde wollen wir ein vernünftiges Angebot auf dem Tisch sehen", betonte Tellkamp. Diese Verhandlungen starten am 15. Januar in Potsdam. Die Demonstranten forderten zudem, die Lohnerhöhung auch auf Beamtinnen und Beamte auszuweiten.

Bei der Kundgebung sprach schließlich auch Finanzministerin Silke Schneider (Grüne), die für die Arbeitgeberseite verhandelt. Sie erklärte: "Ich glaube, dass wir eine gute Chance haben, eine faire Lösung Ende Februar miteinander zu bekommen."

Quelle: dpa

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