Mecklenburg-VorpommernLandesamt warnt wegen Streikaufruf vor glatten Straßen

Wegen eines Streikaufrufs warnt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr vor möglicher Glätte auf den Straßen. Autofahrer sollen ihre Fahrweise anpassen.
Schwerin (dpa/mv) - Wegen möglichen Personalausfalls infolge eines Streikaufrufs warnt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr vor glatten Straßen am Donnerstag. "Durch den Streikaufruf kann es zu personellen Engpässen im Winterdienst kommen", teilte die Behörde mit.
Die Arbeitnehmervertretung habe die Bediensteten der Straßenbauverwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Donnerstag zum Streik aufgerufen. Betroffen sind demnach auch die Straßenbauämter des Landes samt dazugehöriger Straßenmeistereien. Hintergrund sind demnach die aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder.
"Die Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommerns wird dennoch alles versuchen, die Landes- und Bundesstraßen morgen möglichst schnee- und eisfrei zu halten." Der Ausfall des eigenen Personals werde so gut wie möglich mit Fremdfirmen kompensiert. Ein Teil der Räumung werde sowieso schon an Privatfirmen übertragen, sagte ein Sprecher der Landesbehörde.
Appell an Autofahrer
Je nach Witterungslage werde der Ersatz von Personal nicht überall in vollem Umfang gelingen, teilte die Behörde mit. "Aufgrund des anhaltend kalten Wetters mit Schneefall ist somit insbesondere in den Morgenstunden Glätte auf den Fahrbahnen nicht auszuschließen." Autofahrerinnen und Autofahrer sollten besonders darauf achten, an die Bedingungen angepasst zu fahren.
Die Straßenbauverwaltung des Landes betreut nach eigenen Angaben im Winterdienst insgesamt rund 6.300 Kilometer Straßen, davon etwa 2.000 Kilometer Bundesstraßen, circa 3.300 Kilometer Landesstraßen und mehr als 1.000 Kilometer Kreisstraßen. Im Winterdienst arbeiten demnach in den 25 Straßenmeistereien des Landes rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Bedarf im Schichtdienst.
Auch Bauernprotest an Autobahn-Anschlussstellen
Für zusätzliche Behinderungen dürfte am Donnerstag der Protest von Landwirten sorgen, die sich in Mecklenburg-Vorpommern an 32 Autobahn-Anschlussstellen mit Traktoren versammeln wollen. Ihnen geht es nach eigenen Angaben dabei um ihre Kritik am geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem südamerikanischen Mercosur-Verbund. Anmelder der von 7.00 bis 17.00 Uhr genehmigten Versammlungen ist der Verein Land schafft Verbindung, der von der Gruppe Freie Bauern unterstützt wird.
Die Auffahrten dürfen laut Innenministerium nicht blockiert werden, damit ein Ab- und Befahren der Autobahnen möglich bleibe. Betroffen sind Anschlussstellen an den Autobahnen A11, A14, A19, A20 und A24, darunter die Auffahrten Schwerin Nord, Ludwigslust, Parchim, Güstrow, Grevesmühlen, Tribsees, Pasewalk Nord und Penkun.