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Hamburg & Schleswig-Holstein Löschwasserhahn aufgedreht: Zwei Männer vor Gericht

Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

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Hamburg (dpa/lno) - Wegen der Flutung eines Hamburger Hochhauses mit Löschwasser müssen sich seit Donnerstag zwei Männer vor dem Amtsgericht St. Georg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden 30-Jährigen vor, im September 2018 das Haus im Stadtteil Winterhude unberechtigt betreten und den Wasserhydrantenschrank im elften Stock aufgebrochen zu haben. Dann sollen die beiden Deutschen einen Löschwasserschlauch aufgedreht haben. Mehrere hundert Liter liefen aus, drangen durch die Decken und setzten die Aufzüge außer Betrieb, wie die Staatsanwaltschaft erklärte. Dabei entstand ein Schaden von rund 350.000 Euro, eine Bewohnerin wurde verletzt. Die Anklage lautet auf Sachbeschädigung und gefährliche Körperverletzung.

Die beiden Angeklagten schwiegen zu den Vorwürfen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die bei der Tat verletzte Bewohnerin des Hauses berichtete als Zeugin, sie sei im Fahrstuhl zwischen zwei Stockwerken eingeschlossen gewesen. Das Wasser sei durch die Decke eingebrochen, und sie habe Angst vor einem Stromschlag gehabt. Durch einen Sturz habe sie sich an der Hüfte verletzt. Auch ihre Hände hätten Schaden genommen, als sie in Todesangst durch Klopfen und Trommeln auf sich aufmerksam machen wollte. Der Prozess soll am 23. September fortgesetzt werden.

© dpa-infocom, dpa:210916-99-246327/3

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