Hamburg & Schleswig-HolsteinMesserangriff in Hamburg – 40-Jähriger schwer verletzt

Bei einer Auseinandersetzung vor einem Laden in Hamburg wird ein Mann durch Messerstiche schwer verletzt. Die Polizei sucht nach dem Täter und bittet Zeugen um Hinweise.
Hamburg (dpa/lno) - Nach Messerstichen auf einen Mann in Hamburg-Stellingen sucht die Polizei weiter nach dem Täter. Am Mittwoch war bei einem Streit zwischen zwei Männern in Hamburg-Stellingen ein 40-Jähriger verletzt worden. Der 40-Jährige erlitt schwere Bauchverletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.
Der Täter sei in Richtung eines nahegelegenen Bahndamms geflüchtet. Die Polizei suchte mit mehr als einem Dutzend Streifenwagen nach ihm. Auch der Hubschrauber "Libelle" sowie eine Unterstützungseinheit für erschwerte Einsatzlagen (USE) waren im Einsatz.
Zu dem Streit war es den Angaben zufolge vor einem Geschäft an der Kieler Straße gekommen. Ein Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes betreute Zeugen der Tat. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Die Polizei bat weitere Zeugen um Hinweise.
Dritte Messertat in einer Woche
Erst am Dienstag war ein 30-Jähriger vor der Drogenhilfeeinrichtung Drob Inn am Hamburger Hauptbahnhof lebensgefährlich mit einem Messer verletzt worden. Am Donnerstag vergangener Woche hatte ein 41-Jähriger bei einem Streit in einem Restaurant in Hamburg-Marienthal lebensgefährliche Stichverletzungen erlitten und war kurz darauf im Krankenhaus gestorben.
Am selben Tag hatte die Hamburger Polizei ihre Kriminalstatistik für 2025 vorgestellt. Demnach wurden im vergangenen Jahr 261 Straftaten registriert, bei denen ein Messer eingesetzt wurde. Im Jahr 2024 waren es noch 399 Taten gewesen. Das bedeutet eine Abnahme um 34,6 Prozent. Der Leiter des Landeskriminalamts, Jan Hieber, sprach mit Blick auf den Rückgang der Gewaltkriminalität insgesamt um 5,4 Prozent von einer "Trendumkehr".