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Hamburg & Schleswig-HolsteinPlanungen für Neubau der Asklepios-Klinik Altona dauern an

11.04.2026, 05:31 Uhr
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Eines der größten Hamburger Krankenhäuser, die Asklepios-Klinik Altona, soll durch einen Neubau ersetzt werden. Seit Jahren laufen die Planungen. Ist jetzt ein Baustart absehbar?

Hamburg (dpa/lno) - Für den seit Jahren geplanten Neubau der Asklepios-Klinik in Hamburg-Altona könnten im nächsten Jahr erste Vorarbeiten beginnen. "Die Planung zum Bau der neuen Klinik befindet sich in guter und konstruktiver Abstimmung mit allen Projektbeteiligten, insbesondere der Gesundheitsbehörde, der Finanzbehörde und dem Bezirk Altona", teilte ein Sprecher des Klinikkonzerns mit.

In den nächsten Monaten sei mit der Klärung noch offener Punkte zu rechnen. Dazu zähle eine Erbpachtregelung für das städtische Grundstück. Im Jahr 2027 soll damit begonnen werden, öffentliche Leitungen zu verlagern. Im Anschluss könnte der erste Spatenstich erfolgen, erklärte der Sprecher. Die Bauzeit werde voraussichtlich bis zu fünf Jahre in Anspruch nehmen.

Baubeginn sollte ursprünglich 2023 sein

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte den Neubau des Krankenhauses im März 2018 kurz nach Amtsantritt in seiner ersten Regierungserklärung angekündigt. Das neue Gebäude soll in unmittelbarer Nachbarschaft des bestehenden Kranken-Hochhauses an der Autobahn-Anschlussstelle Othmarschen entstehen. Baubeginn sollte eigentlich schon im Jahr 2023 sein.

Einen Architekturwettbewerb für den Neubau hatte Ende 2019 ein Berliner Planungsbüro gewonnen. Der Zuschlag ging jedoch im Jahr 2023 an die zweitplatzierten Düsseldorfer Büros Telluride (vormals HDR) und Sander Hofrichter Architekten zusammen mit WES Landschaftsarchitekten. Der Entwurf sieht drei fünfgeschossige Gebäuderiegel vor.

Entwurf wird überarbeitet

Bei den laufenden Abstimmungen der Behörden gehe es insbesondere um die deutliche Fortentwicklung des ursprünglichen Entwurfs, erklärte der Asklepios-Sprecher. Gestalterisch und strukturell werde die Planung an die veränderten Rahmenbedingungen, aber auch die geologischen Gegebenheiten des Baufelds angepasst. Auch die Erschließung und Umgestaltung des Umfelds - wie etwa die künftige Straßenführung - seien wichtige Themen.

Der Neubau ist laut Asklepios nötig, weil das alte von Architekt Werner Kallmorgen entworfene und 1971 eröffnete Gebäude für eine weitere Nutzung umfangreich und denkmalgerecht saniert werden müsste. Die vertikale Struktur des Hochhauses sei in Hinblick auf moderne Behandlungsprozesse und ökologische Aspekte nicht mehr zeitgemäß.

Massiv gestiegene Baukosten

2019 waren für den Neubau 425 Millionen Euro veranschlagt worden. Von welcher Summe die Planer inzwischen ausgehen, ist nicht bekannt. Der Asklepios-Sprecher erklärte lediglich: "Um den allgemein massiv gestiegenen Kosten für Bauprojekte entgegenzuwirken, werden in der Projektplanung erhebliche Anstrengungen unternommen." Von der Gesundheitsbehörde hieß es, sie habe den Angaben des Klinikbetreibers nichts hinzuzufügen.

Quelle: dpa

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