Hamburg & Schleswig-HolsteinTschentscher: Senat durch Nein zu Olympia nicht beschädigt

Hamburg sagt Nein zu den Olympia-Plänen des Senat – und Bürgermeister Tschentscher? Der sieht keinen Schaden für seine Regierung. Was er am Tag danach zu der Entscheidung sagt.
Hamburg (dpa/lno) - Bürgermeister Peter Tschentscher sieht sich durch das deutliche Nein der Hamburgerinnen und Hamburger zu den Olympia-Plänen seines rot-grünen Senats nicht beschädigt. Er habe sich im Vorfeld des Referendums "sehr unterstützt" gefühlt, "bei den Zielen, die wir ja mit Olympia verbunden haben", sagte er am Tag nach dem per Referendum erfolgten Aus für eine Bewerbung Hamburgs für die Olympischen und Paralympischen Spiele.
Erneut äußerte Tschentscher sein Bedauern über die von Bürgern mit einer knapp 55-prozentigen Mehrheit beschlossenen Ablehnung. Viele seien von der Entscheidung enttäuscht. "Wir sind es auch", sagte er.
Tschentscher: Haben keine "300.000 Sportfeinde" in der Stadt
"Gleichwohl war es wichtig, diese grundlegende Entscheidung für die Zukunft unserer Stadt in die Hände der Bürgerinnen und Bürger zu legen." Als der Senat sich für ein Referendum entschieden haben, sei allen bewusst gewesen, "dass die Skepsis gegenüber Olympia in Hamburg größer ist als in vielen anderen Städten Deutschlands".
2015 hatte sich bereits eine Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger gegen eine Bewerbung ihrer Stadt für die Olympischen Spiele 2024 ausgesprochen.
Eine generelle Ablehnung von Sportgroßereignissen in Hamburg sieht Tschetscher darin aber nicht: "Ich glaube nicht, dass wir 300.000 Sportfeinde jetzt alle gegen Olympia hatten, sondern die haben ihre eigenen Ideen, was prioritär ist. Und insofern kann ich nur sagen, für den Senat war es wichtig, Transparenz herzustellen, weil wir ja auch mit den Folgen jetzt umgehen müssen."