Hamburg & Schleswig-HolsteinVerdi Hamburg begrüßt Tarifabschluss – Hamburg-Zulage kommt

Für die gut 900.000 Beschäftigten in Kitas, Unikliniken oder Behörden der Länder gibt es einen Tarifabschluss. Verdi Hamburg begrüßt die Einigung.
Hamburg/Potsdam (dpa/lno) - Die Gewerkschaft Verdi Hamburg hat den neuen Tarifvertrag für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder begrüßt. "Die Hamburg-Zulage kommt und das ist ein wichtiger Schritt, um verzocktes Vertrauen wiederherzustellen", sagte Ole Borgard, stellvertretender Landesbezirksleiter von Verdi Hamburg. Die Zulage sieht vor, dass Beschäftigte mit Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern ab Februar 2026 eine monatliche Zulage von 100 Euro erhalten, die ab Mai 2027 auf 115 Euro ansteigt. Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst erhalten zunächst 50 Euro, später 75 Euro. Auch der Zuschuss zum Jobticket kommt wie verhandelt.
Die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sollen in drei Schritten insgesamt 5,8 Prozent mehr Geld bekommen. Darauf einigten sich die Gewerkschaften Verdi und der Beamtenbund dbb mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) nach tagelangen Tarifverhandlungen, wie beide Seiten in Potsdam mitteilten. Der neue Tarifvertrag soll 27 Monate laufen, bis zum 31. Januar 2028. Weitere Warnstreiks oder gar ein unbefristeter Streik sind damit vom Tisch.
Die Erhöhung soll nach Angaben der Gewerkschaft mindestens 100 Euro im Monat ausmachen. Nachwuchskräfte sollen 150 Euro mehr bekommen. Die Arbeitsbedingungen im Osten sollen den West-Regelungen angeglichen werden, sowohl beim Kündigungsschutz als auch bei der Verringerung der Arbeitszeit an den drei ostdeutschen Unikliniken in Rostock, Greifswald und Jena. Die Zulage für Schichtdienste steigt auf monatlich 100 Euro. Die Wechselschichtzulage steigt auf 200 Euro im Monat, in Krankenhäusern auf 250 Euro.