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Hamburg & Schleswig-HolsteinVerdi ruft Hochschulbeschäftigte zu Warnstreik auf

27.01.2026, 12:37 Uhr
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Verdi ruft Beschäftigte der Hamburger Hochschulen am Mittwoch zum Warnstreik auf. Was die Gewerkschaft fordert und welche Einrichtungen betroffen sind.

Hamburg (dpa/lno) - In der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft Verdi Beschäftigte der Hamburger Hochschulen am Mittwoch zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Arbeit niederlegen sollen beim bundesweiten Branchenstreiktag alle studentischen Beschäftigten, alle Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und Praktikanten sowie Dual Studierende, teilte Verdi mit. Betroffen seien alle Universitäten und Hochschulen, die Staats- und Universitätsbibliothek und das Hamburger ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft.

Demonstration auf dem Uni-Campus

Auf dem Campus der Universität sei um 11.00 Uhr eine Streik-Demonstration geplant, die zur Hochschule für Angewandte Wissenschaften führen soll. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte in der zweiten Verhandlungsrunde am 15. und 16. Januar kein verbindliches Angebot vorgelegt. Verdi fordert unter anderem Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, monatlich mindestens 300 Euro. Zudem will Verdi erreichen, dass der Tarifvertrag auch für studentische Hilfskräfte gilt. Die nächste Verhandlungsrunde in Potsdam ist am 11. Februar geplant.

Unterstützt werden die Streikenden von der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft. "Krass gekürzte Öffnungszeiten in den Fachbibliotheken, nicht-nachbesetzte Stellen, Kettenbefristungen, ein zusammengestrichenes Angebot an Tutorien, Lehrveranstaltungen oder gar - wie in der Erziehungswissenschaft - eines ganzen Schwerpunkts sind Ergebnis des brutalen Sparzwangs an den Hochschulen", sagte deren wissenschaftspolitische Sprecherin Sabine Ritter. Und auch die Lage der studentisch Beschäftigten an der Universität sei weiterhin prekär. "Daher unterstützen wir die studentischen Proteste von ganzem Herzen."

Donnerstag bundesweiter Streiktag Bildung

Für Donnerstag hat die Gewerkschaft GEW zum bundesweiten Streiktag Bildung aufgerufen. In Hamburg würden dabei Streikende auch aus den GEW-Landesverbänden Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein erwartet. Auftakt zur Demonstration sei um 11.30 Uhr am Dammtorbahnhof. Von dort gehe es dann zur Finanzbehörde, zum Rathaus und zum Curiohaus der GEW, wo um 14:30 Uhr die Streikversammlung beginne. Die Gewerkschaft Verdi ruft für Donnerstag zudem Dual Studierende und Auszubildende am Zentrum für Aus- und Fortbildung (ZAF) zum Warnstreik auf.

Quelle: dpa

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