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Hamburg & Schleswig-HolsteinWeniger Bettelampeln in Hamburg

19.05.2026, 11:58 Uhr
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In Hamburg gibt es immer weniger Bettelampeln. Was diese sind und warum die Stadt auf grüne Welle für Fußgänger und Radfahrer setzt.

Hamburg (dpa/lno) - Die Zahl sogenannter Bettelampeln ist in Hamburg weiter gesunken. Mitte April waren an den Kreuzungen der Stadt noch 21 Ampeln in Betrieb, an denen Fußgänger oder Radfahrer grünes Licht erst über einen Tastschalter anfordern müssen, wie aus der Senatsantwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der Grünen-Bürgerschaftsabgeordneten Rosa Domm hervorgeht. Ende 2024 waren es demnach noch 29 Anlagen mit Bettelampelfunktion.

Als Bettelampeln werden in der Senatsantwort nur Ampeln an Kreuzungen bezeichnet, bei denen Fußgänger und Radfahrer für Grün "drücken" müssen, während Autofahrer dieses automatisch erhalten.

Grüne: Bettelampeln sind Relikt aus anderer Zeit

Die Mobilitätsexpertin der Grünen nannte die Bettelampeln "ein Relikt aus einer anderen Zeit, in der der Rad- und Fußverkehr dem Autoverkehr untergeordnet wurde". Dies sei "zum Glück vorbei", sagte Domm.

"Unsere Anfrage zeigt: Von 149 Bettelampeln in Hamburg im Jahr 2011 sind heute nur noch knapp 15 Prozent in Betrieb". Auch die verbleibenden Bettelampeln werde die Verkehrsbehörde sukzessive umstellen, sollten nicht wichtige verkehrstechnische Gründe dagegen sprechen. Die Richtung sei klar, sagte Domm: "Hamburg gibt grünes Licht für den Fuß- und Radverkehr."

Quelle: dpa

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