Hamburg & Schleswig-HolsteinWeniger Wärmeverbrauch der Landesverwaltung im Winter

Um 15 Prozent fiel der Wärmeverbrauch der Landesliegenschaften in Schleswig-Holstein im Winter niedriger aus. Das Land sei beim Energiesparen mit gutem Beispiel vorangegangen, sagt Finanzministerin Heinold. Dabei half vor allem eines.
Kiel (dpa/lno) - Das Land hat im vergangenen Winter bei der Wärmeversorgung deutliche Einsparungen erzielt. "Wir haben es geschafft, den Wärmeverbrauch um rund 15 Prozent zu reduzieren", sagte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur. Der milde Winter habe dabei geholfen. Finanziell beziffern ließe sich das konkrete Einsparvolumen nicht.
"Als Land wollten wir beim Energiesparen mit gutem Beispiel vorangehen und waren erfolgreich", sagte Heinold. Sie sprach von einer Gemeinschaftsleistung der Beschäftigten. "Auch wenn es der Bundesregierung gelungen ist, Deutschland unabhängiger von russischen Gasimporten zu machen, muss das Einsparen von Energie weiterhin unser Ziel sein." Dafür werde Schwarz-Grün die Landesliegenschaften weiter energetisch sanieren. "Das kommt nicht nur der Energiesouveränität, sondern auch dem Klima zugute."
Vor dem Hintergrund hoher Energiepreise hatte die Landesregierung im August beschlossen, in Landesgebäuden Energie einzusparen. Dafür sollte unter anderem die Temperatur in Büros im Winter auf 20 Grad Celsius gesenkt werden. Die Energiesparpläne betrafen rund 450 Liegenschaften wie beispielsweise Ministerien, Finanzämter, Amtsgerichte oder Polizeistationen. Dort sollten die Raumtemperaturen in wenig genutzten Gebäudebereichen wie Fluren, Foyers und Technikräumen gesenkt werden. Nicht darunter fielen Hochschulen, Schulen und Justizvollzugsanstalten.
Nach Angaben des Finanzministeriums zeigen repräsentative Auswertungen von rund 60 Prozent der beheizten Fläche, dass der Wärmeverbrauch in der Heizperiode 2022/23 auf 26.011 Megawattstunden gesunken ist. "Auch wenn der Winter 2022/2023 mild ausgefallen ist, ist dies ein erheblicher Einspareffekt", berichtete eine Sprecherin. Die Wärmeversorgung des Landes erfolgt überwiegend aus Fernwärme und Erdgas. Daneben kommen in überschaubaren Umfang Flüssiggas, Strom oder Öl zum Einsatz.