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Hamburg & Schleswig-HolsteinZu hoher Blutdruck trifft immer mehr Schleswig-Holsteiner

13.05.2026, 10:50 Uhr
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Bluthochdruck bleibt ein zentrales Gesundheitsrisiko: Wie viele Betroffene es 2024 in Schleswig-Holstein gab und welche Folgen unbehandelter Bluthochdruck haben kann.

Kiel (dpa/lno) - Zu hoher Blutdruck ist ein gesundheitliches Problem für immer mehr Menschen in Schleswig-Holstein. 2024 waren nach Zahlen der AOK NordWest 685.700 Menschen ab 20 Jahren von Bluthochdruck betroffen. Das entsprach 28,4 Prozent der Bevölkerung in Schleswig-Holstein. 2023 habe der Anteil 27,1 Prozent betragen. Frauen waren etwas häufiger betroffen als Männer.

Blutdrucksenker haben großen Anteil an Arzneimitteln

Die große Zahl der Betroffenen schlägt sich auch bei der Verordnung von Arzneimitteln nieder. Niedergelassene Ärzte verschrieben 2024 in Schleswig-Holstein 5,45 Millionen Packungen blutdrucksenkender Medikamente. Damit entfielen den Angaben zufolge 23,9 Prozent aller Verordnungen im Fertigarzneimittelmarkt auf Blutdrucksenker. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlten dafür mehr als 115 Millionen Euro.

Bluthochdruck ist nach Angaben von AOK-Chef Tom Ackermann ein zentraler Risikofaktor für weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Angesichts der hohen Häufigkeit und der schweren möglichen Folgen der Erkrankung sei es wichtig, Bluthochdruck ernst zu nehmen, so Ackermann. Unbehandelt könne die Erkrankung unter anderem Schlaganfälle, Herzinfarkte, koronare Herzerkrankungen oder Durchblutungsstörungen der Netzhaut am Auge verursachen. Außerdem gelte Bluthochdruck als Risikofaktor für Demenz.

Gesunder Lebensstil beeinflusst Blutdruck positiv

Neben Medikamenten könne auch ein gesunder Lebensstil den Blutdruck positiv beeinflussen – etwa durch salzarme Ernährung, Bewegung, wenig Alkohol, Gewichtsreduktion und den Verzicht auf Nikotin.

Quelle: dpa

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