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Hessen600 Anwohner müssen raus: Weltkriegsbombe wird entschärft

21.01.2026, 15:37 Uhr
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Bombe im Grundwasser und Tiere im Stall: Wie die Bombe in Gelnhausen am Freitag unschädlich gemacht werden soll und welche Folgen das hat.

Gelnhausen (dpa/lhe) - Die in Gelnhausen gefundene Weltkriegsbombe soll an diesem Freitag entschärft werden. Dazu soll morgens ab 8.00 Uhr ein Sicherheitsradius von 500 Metern um den Fundort eingerichtet werden, wie die Stadt im Main-Kinzig-Kreis mitteilte. Von der Evakuierung sind rund 600 Anwohner betroffen, aber keine Schulen, Kitas oder Pflegeeinrichtungen.

Ob die Maßnahme Auswirkungen auf den Bahnverkehr haben wird, war nach Angaben der Deutschen Bahn zunächst unklar. Im Sicherheitsbereich befinden sich zwei landwirtschaftliche Betriebe mit Rinder- beziehungsweise Pferdehaltung. "Da eine Verlegung der Tiere mit einem unverhältnismäßig hohen Risiko verbunden wäre, verbleiben diese gesichert in den Stallungen", erklärte die Stadtverwaltung.

Stress für Tiere durch einzelnen Knall wäre "überschaubar"

Sollte eine Sprengung des Kampfmittels erforderlich sein, sei der Stress für die Tiere durch einen einzelnen lauten Knall nach fachlicher Einschätzung überschaubar. Das Veterinäramt sowie mehrere Tierärztinnen und Tierärzte würden an Ort und Stelle das Wohl der Tiere überwachen.

Die im Erdreich und im Grundwasserbereich liegende Bombe müsse zunächst aufwendig für die Entschärfung freigelegt werden, erklärte die Stadt. Für die von der Evakuierung betroffenen Menschen wird eine Sammelstelle in der Sport- und Kulturhalle im Stadtteil Meerholz errichtet. Es wird damit gerechnet, dass die Entschärfung durch Experten des Kampfmittelräumdienstes mehrere Stunden dauern wird. Der Blindgänger war in der vergangenen Woche bei Bauarbeiten der Deutschen Bahn entdeckt worden.

Quelle: dpa

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