Hessen600 Menschen demonstrieren gegen Staatsführung im Iran

Die brutale Niederschlagung der Massenproteste im Iran bringt auch in Frankfurt Menschen auf die Straße. Einige von ihnen haben ganz konkrete Forderungen.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Rund 600 Menschen haben in Frankfurt laut Polizei gegen die politische Führung der Islamischen Republik Iran demonstriert. Die Teilnehmer hätten sich auf vier Demonstrationen aufgeteilt, die von unterschiedlichen Menschen angemeldet worden waren.
Die meisten Demonstranten - etwa 300 - kamen demnach zum Rathenauplatz. Vor dem amerikanischen Generalkonsulat seien es rund 100 gewesen. Zu Zwischenfällen kam es laut Polizei nicht.
Demonstranten hatten iranische Flaggen sowie Porträts von Reza Pahlavi bei sich, dem Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Auch US-amerikanische und israelische Flaggen wurden geschwenkt, sowie Bilder von US-Präsident Donald Trump. Auf einem Plakat waren Pahlavi und Trump zu sehen mit dem Text: "Two Leaders - one movement" (zwei Anführer, eine Bewegung)
Gefordert wurde unter anderem, die diplomatischen Beziehungen zur Islamischen Republik Iran zu beenden, die iranischen Botschafter aus den europäischen Ländern zurückzurufen und die Revolutionsgarden (IRGC) als Terrororganisation einzustufen.
Im Iran gibt es seit Wochen Massenproteste, die das Ende der Islamischen Republik fordern. Der Sicherheitsapparat reagierte mit brutaler Härte. Iranische Menschenrechtler berichteten von mindestens 3.400 Toten. Genaue Zahlen lassen sich wegen der Informationssperre kaum überprüfen.