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HessenDritter Warnstreik an Frankfurter Uniklinik

04.02.2026, 12:38 Uhr
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An der Uniklinik Frankfurt gibt es wegen des erneuten Warnstreiks erhebliche Einschränkungen bei der Versorgung, einige Stationen sind vollständig geschlossen. Wann enden die Arbeitsniederlegungen?

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Im Zuge der Tarifrunde der Länder gibt es an der Frankfurter Uniklinik wieder Warnstreiks. Rund 300 Beschäftigte hätten die Arbeit niedergelegt, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi. Für den Warnstreik am Donnerstag werde mit einer höheren Zahl gerechnet. Aufgerufen zur Arbeitsniederlegung ist unter anderem das Pflegepersonal.

Der Streik führe zu erheblichen Einschränkungen bei der medizinischen Versorgung, teilte die Klinik mit. Einige Stationen seien vollständig geschlossen, in vielen weiteren sei die Bettenzahl reduziert. Operationen und andere Eingriffe seien weitgehend abgesagt oder verschoben worden. Die Notfallversorgung werde aufrechterhalten.

Kundgebung am Donnerstag

Der Warnstreik hat mit dem Frühdienst um 6.00 Uhr begonnen, er endet am Donnerstag mit dem Ende des letzten Spätdienstes um 22.00 Uhr. Am Vormittag des zweiten Streiktages soll vor dem Haupthaus der Klinik eine Kundgebung stattfinden, anschließend soll die Demonstration durch Teile der Innenstadt ziehen.

Es ist bereits der dritte Warnstreik im Rahmen der aktuellen Tarifrunde. Bereits Mitte Dezember und Mitte Januar hatte es Arbeitsniederlegungen am Frankfurter Uniklinikum gegeben. Hintergrund ist der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder. Das Frankfurter Uniklinikum ist laut Verdi der hessenweit einzige Betrieb, der unter die Tarifregelungen der 15 Bundesländer der Tarifgemeinschaft der Länder fällt. Für alle anderen hessischen Landesbetriebe und Dienststellen gilt der Tarifvertrag des Landes Hessen.

Plus von sieben Prozent

In dem Tarifkonflikt fordert Verdi für die 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – zur Stärkung der unteren Lohngruppen mindestens 300 Euro. Zusätzlich fordern die Beschäftigten der Uniklinik Frankfurt eine Zulage von 300 Euro, um die gestiegenen Wohn- und Lebenskosten in der Stadt auszugleichen.

Quelle: dpa

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