HessenFeuerwehr muss Elefantenkuh im Opel-Zoo auf die Beine helfen

Mit Luftkissen und Löschwasserschläuchen sorgt die Feuerwehr im Opel-Zoo dafür, dass Elefantenkuh "Lilak" wieder auf die Beine kommt. Warum in solchen Fällen jede Minute zählt.
Kronberg (dpa/lhe) - Zu einem ungewöhnlichen Einsatz ist die Feuerwehr am Rosenmontag in den Opel-Zoo in Kronberg gerufen worden. Dort lag am frühen Montag die fast 55 Jahre alte Elefantenkuh "Lilak" am Boden und konnte aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen, wie der Zoo mitteilte. Aufzeichnungen der Überwachungskameras hätten gezeigt, dass der Dickhäuter bereits um 5.20 Uhr auf die Seite gefallen und danach nicht wieder aufgestanden sei. Auch gutes Zureden und Leckereien von Pflegern und einer Tierärztin hätten nichts ausrichten können.
Luftkissen und Feuerwehrschläuche helfen beim Aufstehen
Eile sei in diesem Fall geboten gewesen, denn durch das Eigengewicht der Tiere könne die Funktion ihrer Organe im Liegen eingeschränkt werden. Daher würden Elefanten in der Regel auch im Schlaf nur wenige Stunden liegen, hieß es. Die Feuerwehr Kronberg habe mit einem großen Luftkissen die liegende Elefantenkuh zunächst stabilisiert. Vorsichtig umgelegte Löschwasserschläuche hätten dem Tier anschließend dabei geholfen, sich wieder aufzurichten.
Zoodirektor Thomas Kauffels zeigte sich danach erleichtert und dankbar für den Einsatz. "Ohne die technischen Möglichkeiten und die Erfahrung der Feuerwehr wäre eine solche Herausforderung für uns nur schwer zu meistern", erklärte er. "Nun hoffen wir, dass sich "Lilak" schnell wieder erholt."