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HessenGesundheitsministerin: Kinder vor Nikotinbeuteln schützen

10.06.2026, 04:02 Uhr
Im-Mund-unter-die-Oberlippe-geschoben-sind-Nikotinbeutel-von-aussen-praktisch-nicht-wahrzunehmen

Süß und bunt verpackt: Nikotinbeutel locken immer mehr Minderjährige. Auch E-Zigaretten verbreiten sich. Hessens Gesundheitsministerin warnt vor Gefahren. Darüber spricht sie mit ihren Amtskollegen.

Wiesbaden/Kassel (dpa/lhe) - Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) dringt bei Kindern und Jugendlichen auf mehr Schutz vor Nikotinbeuteln und E-Zigaretten. Darüber berät die zweitägige Gesundheitsministerkonferenz in Hannover bis diesen Donnerstag (11. Juni). Es geht um zwei Anträge, die von Hessen unterstützt werden. "Wir beobachten mit Sorge, dass immer mehr junge Menschen zu Produkten greifen, die als gesunde Alternativen zum Rauchen angesehen werden", teilte Stolz mit. Dennoch seien diese gefährlich.

Dazu zählten Vapes, also elektronische Zigaretten, und tabakfreie Nikotinbeutel, die zwischen Backe und Zähne geklemmt würden. Diese Produkte vermitteln laut der Ministerin zunächst den Eindruck, harmlos zu sein. "Durch trendige Designs, süße Geschmacksrichtungen und gezielte Werbung sprechen sie insbesondere Kinder und Jugendliche an", erläuterte Stolz. Tabakfreie Nikotinbeutel dürfen in Deutschland als sogenannte neuartige Lebensmittel faktisch nicht verkauft werden, Vapes nur an volljährige Kunden.

Da Nikotinbeutel keinen Tabak enthalten, fehlen laut dem hessischen Gesundheitsministerium bisher Regelungen im Tabakrecht dazu: "Das erschwert die Marktüberwachung und den Jugendschutz." Nach einer Aufnahme in das Tabakrecht könnten die Bundesländer den Umgang mit Nikotinbeuteln besser überwachen "und nicht konforme Produkte aus dem Verkehr ziehen", erläuterte das Ministerium.

Bei E-Zigaretten könnte es bei der Konferenz in Hannover um eine Einschränkung von Aromaprofilen gehen, die eigens für Kinder und Jugendliche hergestellt werden. Auch eine Einschränkung des Marketings soll nach den Angaben Thema sein, um die Verbreitung von Vapes unter Kinder und Jugendlichen zu verringern.

Ministerium nimmt Freizeit von Mädchen und Jungen in den Blick

Ziel der angestrebten stärkeren Regulierungen ist laut Hessens Gesundheitsministerium, dass sich "die Verbreitung von Nikotinbeuteln und E-Zigaretten nicht weiter fest im Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen etabliert".

Quelle: dpa

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