HessenVerdi setzt Nahverkehr-Warnstreik fort

Pendler in Frankfurt, Wiesbaden und Kassel müssen sich erneut auf ausfallende Busse und Bahnen einstellen. Bis Ende der Spätschicht heute soll der Arbeitskampf andauern.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der Warnstreik bei Bussen und Bahnen geht weiter. Wie bereits am Freitag, hat die Gewerkschaft Verdi auch für heute die Beschäftigten in mehreren hessischen Städten aufgerufen, ihre Arbeit im Tarifkonflikt der kommunalen Verkehrsbetriebe niederzulegen. Dies gilt laut Verdi für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Frankfurt, Wiesbaden, Gießen, Marburg und Kassel.
Die Verkehrsbetriebe in Frankfurt, Wiesbaden und Kassel rechnen erneut mit erheblichen Einschränkungen und bitten Fahrgäste, sich online über Alternativen zu informieren. "Wir sind sehr zufrieden", sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Jochen Koppel zur Teilnahme an dem Ausstand.
Auswirkungen unterschiedlich
In Gießen und Marburg ist dagegen nur ein Teil der Beschäftigten zu dem Warnstreik aufgerufen. Grund sind unterschiedlicher Tarifverträge, wegen derer viele Beschäftigte nicht in den Warnstreikaufruf einbezogen sind.
Bereits am Freitag hatte der Warnstreik in mehreren Städten Hessens für Stillstand bei Bussen und Bahnen gesorgt - mit unterschiedlich starken Auswirkungen.
Bei den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern größtenteils mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen – etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Hessen ist der nächste Verhandlungstermin am 16. März geplant.