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HessenInternationaler Knotenpunkt für Naturschutz

10.01.2026, 04:02 Uhr
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2026 nimmt das Frankfurt Conservation Center seinen Betrieb auf. Beteiligt sind Goethe-Uni, Senckenberg und der Zoo. Was ist die Aufgabe?

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - 2026 nimmt in Frankfurt ein weltweit aktives Kompetenzzentrum für Naturschutz seine Arbeit auf: das Frankfurt Conservation Center (FCC). Die Institution wird getragen von der Goethe-Universität, der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Zoologischen Gesellschaft.

Globaler Anspruch

"Der Anspruch des FCC ist global", sagte der Sprecher des FCC, Veit Bachmann, der Deutschen Presse-Agentur: "Von Frankfurt aus werden Themen aufgegriffen, die weltweit für die Erhaltung der Artenvielfalt relevant sind. Zum Beispiel schaut das FCC, wie die Gewinnung von Rohstoffen für Alltagsprodukte wie Lebensmittel, Kosmetik oder Kleidung die Natur beeinflusst. Gemeinsam mit Partnern werden Lösungen entwickelt, wie solche Produkte naturverträglicher hergestellt werden können."

Ein weiterer Schwerpunkt ist Bildung. "Dazu gehören Weiterbildungsangebote für Menschen, die im Naturschutz arbeiten, zum Beispiel im Menschenaffenschutz", erklärt Bachmann. "Die "Frankfurt Spring School on Conservation Project Management" bildet jedes Jahr etwa 30 Naturschützende aus aller Welt im praktischen Projektmanagement aus."

Start noch vor Jahresmitte

Das FCC will im zweiten Quartal 2026 offiziell die Arbeit aufnehmen. Eigene Räume gibt es dann noch nicht. Bis 2029 soll das FCC ein Haus auf dem Gelände des Frankfurter Zoos bekommen - und der Zoo damit einen zweiten Eingang. Zunächst werden die Gründungsorganisationen, Personal, Mittel und Büros stellen. "Eine der ersten Aufgaben ist es daher, Fördermittel einzuwerben", sagt Bachmann.

Felix Gaschick hat Ende 2025 das Amt des Geschäftsführers übernommen. Er will "Naturschutz weiterdenken und neue Allianzen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft schaffen". Der promovierte Entwicklungsmanager hatte zuletzt ein Naturschutzvorhaben in Bangladesch geleitet und zuvor internationale Naturschutzprojekte in Washington D.C. entwickelt.

Quelle: dpa

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