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HessenMesserattacke in Hanau - in Notwehr gehandelt?

10.03.2026, 15:16 Uhr
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Ein Streit in einem Hanauer Bus ist eskaliert: Ein 25-Jähriger wird mit einem Messer attackiert. Unklar ist, ob der mutmaßliche Täter in einer Notwehrlage war.

Hanau (dpa/lhe) - Einen Tag nach der Messerattacke in einem Bus in Hanau schwebt das 25-jährige männliche Opfer weiter in Lebensgefahr. Das teilte die Polizei am Morgen mit. Das Opfer war am Montagabend mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Als Tatverdächtiger wurde kurze Zeit nach dem Angriff ein 17-Jähriger ukrainischer Staatsbürger festgenommen, wie das Polizeipräsidium Südosthessen und die Staatsanwaltschaft Hanau mitgeteilt hatten. Gegen ihn wird wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, sie könne nicht ausschließen, dass der Jugendliche in einer Notwehrlage gewesen war, weswegen er entlassen und nicht dem Haftrichter vorgeführt worden sei.

Streit war eskaliert

Laufenden Ermittlungen zufolge gehen die Behörden davon aus, dass sich die Beteiligten kannten und schon mehrfach aneinander geraten waren. Zudem habe der Ukrainer einen weiteren 23 Jahre alten Mann im Zuge der Auseinandersetzung leicht verletzt.

Das spätere Opfer und der Jugendliche waren nach Polizeiangaben vom Montagabend gegen 18.20 Uhr in einem Bus in Streit geraten. Worum es dabei ging, wurde nicht bekannt. Die verbale Auseinandersetzung sei in eine körperliche eskaliert – der 17-Jährige habe ein Messer gezückt und auf den älteren Mann eingestochen. Danach sei der Jugendliche zunächst geflüchtet, habe jedoch kurz darauf im Rahmen einer Fahndung von Polizisten vorläufig festgenommen werden können.

Quelle: dpa

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