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HessenMinisterium: Influencer manchmal unsicher bei Besteuerung

18.06.2026, 04:32 Uhr
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Influencer können mit Werbepartnerschaften Geld verdienen – und damit auch das Interesse von Finanzämtern erregen. Hessens Finanzminister hat für die Branche ein paar Hinweise.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Influencer sind laut dem hessischen Finanzministerium mitunter unsicher bei der steuerlichen Einordnung ihrer Tätigkeit im weltweiten Internet. Oft bekommen sie bei der Darstellung ihres Privatlebens Geld von Firmen für Werbung mit deren Produkten oder Dienstleistungen.

Das Ministerium erklärt: "Die enge Verknüpfung von privater Lebensführung und wirtschaftlicher Betätigung kann dazu führen, dass der Übergang von einer zunächst privat ausgeübten Tätigkeit beziehungsweise eines Hobbys hin zu einer steuerlichen relevanten, insbesondere gewerblichen Tätigkeit nicht zutreffend erkannt wird."

Die Grenze zwischen Privatdarstellung und Unternehmertum könne schwinden und zu Schwierigkeiten bei der steuerlichen Einordnung führen. Auch gebe es noch wenig Fachbücher hierzu. Die Finanzämter erteilten Influencern und Influencerinnen zwar allgemeine Auskünfte, dürften sie aber nicht individuell im Einzelfall beraten – das sei Steuerberatern vorbehalten.

Finanzminister: "Unwissenheit schützt aber nicht vor Folgen"

Finanzminister Alexander Lorz (CDU) erläutert: "Viele Influencer handeln steuerlich nicht aus bösem Willen falsch, sondern aus Unsicherheit. Unwissenheit schützt aber nicht vor Folgen." Umso wichtiger sei es, "dass wir in dieser jungen Branche verständlicher werden und Orientierung dort stärken, wo sie gebraucht wird". Der Staat müsse auch hier "einen verlässlichen Rahmen schaffen, damit alle wissen, woran sie sind".

Hessen ist nach Darstellung von Minister Lorz bei der steuerlichen Prüfung von Influencern gut aufgestellt. "Gleichzeitig zeigt sich, dass dieses Feld mit rasender Geschwindigkeit größer, professioneller und komplexer wird. Deshalb ist es nur folgerichtig, Prüfung, Orientierung und Dialog stärker zusammenzudenken", ergänzt der CDU-Politiker.

Quelle: dpa

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