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HessenPro Bahn fordert mehr Rücksicht auf Fahrgäste bei Baustellen

12.07.2026, 14:01 Uhr
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Großbaustellen im Rhein-Main-Gebiet belasten den Bahnverkehr. Pro Bahn fordert, dass Planungen stärker die Bedürfnisse der Fahrgäste berücksichtigen.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Angesichts umfangreicher Bahn-Großbaustellen im Rhein-Main-Gebiet fordert der Fahrgastverband Pro Bahn eine stärkere Ausrichtung der Planungen an den Bedürfnissen der Reisenden. Die Generalsanierung der rechten Rheinstrecke sowie weitere Bauarbeiten im Bahnknoten Fulda und auf wichtigen Zulaufstrecken stellten den Bahnknoten Frankfurt in den kommenden Monaten vor außergewöhnliche Herausforderungen, teilte der Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main mit.

Der Verband begrüßte die Investitionen in die Schieneninfrastruktur grundsätzlich. Nach Jahren des Sanierungsstaus würden Strecken, Brücken und Stellwerke modernisiert. Entscheidend sei jedoch, die Bauarbeiten so zu koordinieren, dass die Belastungen für Fahrgäste möglichst gering blieben.

Knotenpunkt Frankfurt

Die Vorsitzende des Regionalverbands, Barbara Grassel, verwies auf die zentrale Bedeutung Frankfurts für den Bahnverkehr. Schon kleinere Störungen könnten sich auf den Regional-, S-Bahn- und Fernverkehr in der gesamten Region auswirken. Deshalb seien eine bessere Abstimmung aller Beteiligten sowie verlässliche Anschlüsse und verständliche Fahrgastinformationen erforderlich.

Der stellvertretende Vorsitzende Manuel Flauaus sagte laut Mitteilung, die meisten Fahrgäste akzeptierten notwendige Bauarbeiten. Unklare Informationen, kurzfristige Änderungen und vermeidbare Anschlussverluste sorgten jedoch für Frust und untergrüben das Vertrauen in die Bahn.

Daher fordere Pro Bahn, Fahrgastverbände frühzeitig in die Planung großer Baustellen einzubeziehen. Erfahrungen der Reisenden sollten nach Ansicht des Verbands bereits bei Ersatzverkehrskonzepten, der Baustellenkommunikation und der Anschlusssicherung berücksichtigt werden.

Quelle: dpa

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