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Sachsen-AnhaltWillingmann drängt auf bessere Löhne in Ernährungsbranche

12.07.2026, 13:40 Uhr
Niedrige-Loehne-sind-kein-Wettbewerbsvorteil-sagt-SPD-Spitzenkandidat-Armin-Willingmann

30 Prozent weniger Lohn als im Westen – und das trotz harter Arbeit: Im Tarifstreit in der Ernährungsbranche in Sachsen-Anhalt fordert SPD-Politiker Willingmann eine Lösung.

Magdeburg (dpa/sa) - SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann hat im Tarifstreit in der Ernährungswirtschaft ein deutlich verbessertes Angebot der Arbeitgeber gefordert. "Tausende Beschäftigte sorgen jeden Tag dafür, dass unsere Lebensmittel produziert werden. Wer von ihnen Leistung, Verantwortung und Flexibilität erwartet, muss auch bereit sein, diese Leistung angemessen zu bezahlen", sagte Willingmann.

Beschäftigte verdienten in Teilen der Branche noch immer bis zu 30 Prozent weniger als Kollegen in vergleichbaren Betrieben im Westen. "Niedrige Löhne sind kein Wettbewerbsvorteil. Sie erschweren die Fachkräftesicherung, schwächen die Kaufkraft und bremsen die wirtschaftliche Entwicklung", so Willingmann. Er wünsche sich in den Tarifverhandlungen ein Ergebnis, das den Beschäftigten eine verlässliche Perspektive biete.

Der Tarifstreit in der Ernährungswirtschaft dreht sich seit Monaten um die Angleichung der Ostlöhne an das Westniveau. Die Gewerkschaft NGG und der Verband der Ernährungswirtschaft stehen sich bisher unversöhnlich gegenüber – es kam zu mehreren Warnstreiks in Sachsen-Anhalt. Verhandelt wird für gut 3.000 Beschäftigte in 15 Betrieben.

Quelle: dpa

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