HessenTV Hüttenberg klagt gegen aberkannten Zweitliga-Sieg

Handball-Zweitligist TV Hüttenberg verliert wegen eines Formfehlers zwei Punkte. Der Verein lässt das Urteil durch das Bundessportgericht des DHB überprüfen.
Hüttenberg (dpa/lhe) - Zweitligist TV Hüttenberg geht juristisch gegen den wegen eines formellen Fehlers verfügten Punktabzug durch die Handball-Bundesliga GmbH vor. Die Hessen teilten mit, "die Rechtmäßigkeit des Wertungsbescheids der HBL von der zuständigen zweiten Kammer des Bundessportgerichts des DHB überprüfen zu lassen".
Die HBL hatte dem TV Hüttenberg den 37:34-Sieg gegen TuSEM Essen aberkannt und das Spiel mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren gewertet. Grund war der Einsatz des Spielers Julius Gümbel, dessen unterschriebene Anti-Doping-Schiedsvereinbarung vor dem Einsatz nicht vorlag.
"Wir halten den Punktabzug wegen des formellen Verstoßes für unverhältnismäßig. Unsere Mannschaft hat sich die beiden Punkte sportlich erkämpft, daher sind wir es ihr, den Sponsoren und auch unseren Fans schuldig, alles zu versuchen, um die drohende Spielumwertung abzuwenden", begründete TVH-Geschäftsführer Timm Schneider den Einspruch.
Auch Bundesligist Rhein-Neckar Löwen betroffen
Den gleichen Fall hatte es zuletzt auch in der Bundesliga gegeben. Den Rhein-Neckar Löwen war aus demselben Grund der 32:30-Sieg gegen den TBV Lemgo Lippe aberkannt worden. Auch in diesem Fall gingen die zwei Punkte an den Gegner. Die Vorlage einer Anti-Doping-Schiedsvereinbarung ist seit Beginn dieses Jahres zwingende Voraussetzung für die Teilnahmeberechtigung am Spielbetrieb.