Mecklenburg-Vorpommern"Aus dem Leben": Werke des Bildhauers Volkmar Kühn

Neustrelitz (dpa/mv) - Schlanke Gestalten, oft mit sehr langen Fingern: Solche Bronzefiguren prägen das Werk des Bildhauers Volkmar Kühn. In der Neustrelitzer Galerie in der Schlosskirche ist am Samstag eine Ausstellung mit Werken des 76-Jährigen eröffnet worden. Unter dem Titel "Aus dem Leben" zeigt sie 17 Arbeiten des Thüringers. Es ist die erste Sonderschau der Plastikgalerie an der Seenplatte in diesem Jahr.
Die Bronzeskulpturen Kühns bestehen aus bis zu zehn Einzelfiguren. Sie beleuchten vor allem das Verhältnis des Menschen zur Natur - insbesondere zum Tier - und zu sich selbst, wie Kurator Raimund Hoffmann in Neustrelitz sagte. Eine der ausgestellten Figurengruppe trägt den Titel "Und immer wieder Maskenzeit". Sie steht für Menschen, die vor 30 Jahren während der friedlichen Revolution ihre Masken abgesetzt hatten - sie aber nun nach Jahrzehnten im Kapitalismus wieder tragen.
Arbeiten des Thüringers sind in etlichen Städten vor allem Ostdeutschlands zu sehen, die meisten in Gera. Die Werke der Neustrelitzer Schau entstanden zwischen 2000 und 2018. Die Ausstellung läuft bis zum 28. Juli. Die Galerie in der denkmalgeschützten Schlosskirche hat sich auf Bildhauerkunst spezialisiert und zieht jedes Jahr mehrere Tausend Kunstinteressierte an.
Ausstellung
Vita Volkmar Kühn