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Mecklenburg-VorpommernDokumentarfilm und Reise zu 1700 Jahren jüdischer Geschichte

15.11.2022, 16:19 Uhr

Schwerin (dpa/mv) - Mit einem Dokumentarfilm über jüdische Familien im Nordosten und einer Lesereise zu 1700 Jahren jüdischem Leben in Deutschland wird in Mecklenburg-Vorpommern an den Holocaust erinnert. Der halbstündige Film "Shabbat Shalom" wurde am Dienstag uraufgeführt, er betrachtet jüdische Lebenswege und Schicksale in Mecklenburg-Vorpommern, wie das Kulturministerium in Schwerin mitteilte. Im kommenden Jahr soll der Film allen Schulen im Land als Lehrmaterial zur Verfügung gestellt werden, er wurde unter anderem von der Landeszentrale für politische Bildung mit 5000 Euro unterstützt.

Bildung sei ein wesentliches Mittel gegen Antisemitismus und Ressentiments, betonte Kulturstaatssekretärin Susanne Bowen (SPD). "Wer mit der Geschichte Gesichter verbindet, wird sie verstehen."

Dokumentiert werden in dem Film Stationen in Wismar, Schwerin, Bad Sülze und Rostock. Dabei würden die Geschichte der Stolpersteine und die der jüdischen Familien Blass und Karseboom in Wismar sowie Levy und Geber in Bad Sülze beschrieben. Gesprochen werde der Film vom letzten Überlebenden der jüdischen Familie Levi aus Bad Sülze, Léon Geber.

Ebenfalls am Dienstag startete eine Lesereise mit Uwe von Seltmann. Der Journalist und Autor werde in sieben Orten in MV aus seinem im vergangenen Jahr erschienen Buch über 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland lesen. Begleitet werde er von dem Saxofonisten Warnfried Altmann. Lesungen finden unter anderem im Stadtgeschichtsmuseum Waren (16.11.), im Stadtarchiv Neubrandenburg (17.11.) und im Bürgerschaftssaal des Rathauses Wismar (19.11.) statt.

Quelle: dpa

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