Mecklenburg-VorpommernDokumentationszentrum lädt zur Debatte über die Zukunft ein

Wie kann Erinnerungskultur auch nach 25 Jahren lebendig bleiben? Darüber soll am Donnerstag im ehemaligen Stasi-Gefängnis und heutigen Dokumentationszentrums in Schwerin diskutiert werden.
Schwerin (dpa/mv) - Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens lädt das Dokumentationszentrum für Diktatur-Opfer in Schwerin am Donnerstagabend zur Diskussion über die Zukunft der Einrichtung ein. Unter dem Titel "Erinnerungskultur im Wandel" sind dazu ab 17.00 Uhr Gespräche auf dem Podium und mit dem Publikum geplant, wie das Zentrum mitteilte.
Dabei soll es demnach um die Frage gehen, wie moderne Ausstellungen gestaltet sein müssen, um gerade junge Menschen zu erreichen und sie in die Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte zu bringen. Auch die Entstehungsgeschichte und Entwicklung des Zentrums seien Thema der Veranstaltung. Erwartet werden unter anderem Schwerins neuer Oberbürgermeister Sebastian Ehlers (CDU) und der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung MV, Jochen Schmidt.
Früheres Stasi-Gefängnis
Das Dokumentationszentrum im ehemaligen Stasi-Gefängnis von Schwerin gilt als wichtiger Ort des Gedenkens, der historischen Bildung und der demokratischen Debatte. Die Einrichtung der Landeszentrale für politische Bildung wurde 2001 eröffnet, seither erinnert eine Dauerausstellung an die Opfer deutscher Diktaturen. Das Gebäude galt seit der Machtübernahme der Nazis 1933 bis zum Fall der Mauer 1989 als Ort der Unterdrückung und Rechtsbeugung.