Mecklenburg-VorpommernWirtschaftsminister: U-Boot-Auftrag bringt neue Perspektiven

Der Kieler Marineschiffbauer TKMS soll bis zu zwölf U-Boote für Kanada herstellen. Auch Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister sieht darin mehr als einen Vertrauensbeweis.
Schwerin (dpa/mv) - Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos) sieht in dem Auftrag Kanadas für U-Boote an den Kieler Marineschiffbauer TKMS auch Chancen für Mecklenburg-Vorpommern. "Für Wismar und die ganze Region eröffnet der Erfolg von TKMS ausgezeichnete Perspektiven", sagte Blank auf Nachfrage. "Der neue Auftrag ist auch ein starkes Zeichen für die Zukunftsfähigkeit und große maritime Kompetenz unseres Landes."
Den Großauftrag nannte Blank einen "eindrucksvollen Vertrauensbeweis" in die Leistungsfähigkeit von TKMS und den deutschen Schiffbau. "Er zeigt, dass modernes Know-how, höchste Qualität und Innovationskraft aus Deutschland international überzeugen." Der Werftstandort in Wismar sei bereits heute mit anspruchsvollen Projekten wie dem Bau des neuen deutschen Forschungsschiffs "Polarstern II" sehr gut ausgelastet.
Am Montag war bekanntgeworden, dass TKMS bis zu zwölf U-Boote nach Kanada liefern soll. Das hatte der kanadische Premierminister Mark Carney mitgeteilt. Der deutsche Hersteller stach einen südkoreanischen Konkurrenten aus. Der Vertrag muss aber noch ausgehandelt werden. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nannte den Deal am Dienstag "eine ganz wichtige Entscheidung für die maritime Industrie in ganz Deutschland, insbesondere für den Standort in Schleswig-Holstein und bei uns in Wismar".