Mecklenburg-VorpommernDrese wirbt bei Empfang für Segeln in Warnemünde

Die Bundesregierung will eine deutsche Olympia-Bewerbung unterstützen. Doch wo fänden dann die Segelwettbewerbe statt?
Frankfurt (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Sportministerin Stefanie Drese hat sich für Rostock-Warnemünde als Segelstandort einer deutschen Olympiabewerbung stark gemacht. "Die Bedingungen für Segelwettbewerbe vor Warnemünde sind im Wasser und an Land großartig und einmalig", sagte die SPD-Politikerin. Das bestätigten Seglerinnen und Segler – egal ob Spitzen-, Para- oder Breitensportler.
Drese nutzte nach Ministeriumsangaben den Neujahrsempfang des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Frankfurt/Main, um für den Standort zu werben. "Dennoch erlebe ich auf diversen Veranstaltungen mit Sportfunktionären, dass diese Vorteile gerade im Westen Deutschlands häufig nicht ausreichend wahrgenommen werden", sagte sie. "Offenbar gibt es alte Seilschaften, die Warnemünde als Top-Segelstandort bewusst ausblenden."
Deutsche Pläne
Nach längerem Zögern hatte die Bundesregierung im vergangenen Jahr beschlossen, eine gemeinsame Grundlagenvereinbarung mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den an einer Bewerbung interessierten Bundesländern und Städten für einen neuerlichen Anlauf für Olympia in Deutschland zu unterzeichnen.
Alle bisherigen Versuche, olympische Wettkämpfe nach Warnemünde zu holen, waren gescheitert. Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat sich bereits mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, eine deutsche Olympia-Bewerbung für die Sommerspiele 2036 oder 2040 mit Rostock-Warnemünde als Segel-Revier zu unterstützen.