Mecklenburg-VorpommernEisbrecher im Greifswalder Bodden

Durch die frostigen Temperaturen der vergangenen Tage haben sich an einigen Teilen der Ostseeküste dicke Eisschichten gebildet. Deshalb wurde die "Görmitz" eingesetzt.
Stralsund (dpa/mv) - Im Greifswalder Bodden hat das Mehrzweckschiff "Görmitz" des Stralsunder Wasser- und Schifffahrtsamtes als Eisbrecher seine Arbeit aufgenommen. Das 36 Meter lange Schiff kann Eis bis zu einer Dicke von 30 Zentimetern bei einer konstanten Fahrt von zwei Knoten (3,7 Kilometer pro Stunde) brechen. Es machte im Fahrwasser des Greifswalder Bodden den Weg zum Industriehafen Ladebow, einem Stadtteil von Greifswald, frei. Der Schiffsverkehr zum Hafen Ladebow verläuft in einer Rinne.
Die "Görmitz" wird auf der Ostsee, dem Greifswalder Bodden, dem Peenestrom und dem Stettiner Haff für das Auslegen, Einholen und die Kontrolle von schwimmenden Seezeichen sowie Peilungen und wasser- beziehungsweise gewässerkundliche Arbeiten eingesetzt. Der Rumpf ist eisverstärkt und das Schiff mit der Eisklasse "E1" klassifiziert; deshalb kann es zum Eisbrechen eingesetzt werden.
Die Entwicklung der Eisbildung in den Fahrwassern werde fortlaufend überwacht und bewertet, so eine WSA-Sprecherin. Bei Bedarf würden Maßnahmen zum Aufbrechen des Eises eingeleitet. Das geschehe aber grundsätzlich nicht vorsorglich, sondern ausschließlich dann, wenn es aus nautischer Sicht erforderlich und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten angemessen sei.