Mecklenburg-Vorpommern"Entschiedenes Nein": Rostock gedenkt Pogromnacht von 1938
Rostock (dpa/mv) - Die Rostocker Bürgerschaftspräsidentin Regine Lück will antisemitischen Vorfällen strikt entgegentreten. "Die aktuelle Lage mit den immer und immer wieder stattfindenden antisemitischen Vorfällen macht mich persönlich fassungslos und betroffen", sagte die Linken-Politikerin am Donnerstag zum Gedenken der Pogromnacht im November 1938. "Hier ist unser entschiedenes Nein gefordert. Überall müssen wir dem strikt entgegentreten."
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden in Deutschland und Österreich durchgeführt worden.
Bürgerschaftspräsidentin Lück ergänzte: "Und heute - selbst 84 Jahre danach - müssen wir immer noch daran erinnern, dass das Wegsehen auch eine Form des Mitmachens ist." Fast acht Jahrzehnte nach dem Ende eines verheerenden Zweiten Weltkrieges finde Antisemitismus und Rassismus immer noch und wieder verstärkt Nährboden.