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Mecklenburg-VorpommernGarnelen, Zander, Kabeljau geprüft: 15 Prozent beanstandet

07.12.2022, 15:57 Uhr

Rostock (dpa/mv) - Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) hat im Rahmen eines internationalen Projektes Garnelen, Zander und Kabeljau untersucht. 8 von 37 aus dem Einzelhandel entnommenen Proben waren dabei zu beanstanden, wie die Behörde am Mittwoch in Rostock mitteilte. Mit 21,6 Prozent liege Mecklenburg-Vorpommern über dem Bundesdurchschnitt von 15 Prozent. Bei den untersuchten Proben handelte es sich überwiegend um gefrorene Importware.

Die Untersuchungen waren Teil des internationalen "OPSON XI"-Projekts 2021/2022. Bundesweit wurden 443 Proben analysiert. Im Vordergrund standen den Angaben zufolge die Verfälschung durch einen nicht angegebenen Zusatz von Fremdwasser und die sogenannte Speziessubstitution, bei der teure Fischarten durch preiswertere ersetzt werden.

Bei der von Europol und Interpol koordinierten Aktion beteiligten sich deutsche Behörden aus 12 Bundesländern. LALLF-Direktor Stephan Goltermann gab mit Blick auf die in MV auf die Tierart untersuchten Proben Entwarnung: "Es war immer der Fisch in der Verpackung, der darauf angegeben war. Die acht Beanstandungen bezogen sich auf Irreführungen, die bis auf einen Fall bei den Garnelen nachgewiesen wurden."

Etwa 89 Prozent der verzehrten Produkte Fisch, Krebs- und Weichtiere sind nach Angaben der Behörde in Deutschland Importware. Mit der weltweiten Operation OPSON gehen Europol und Interpol seit 2011 koordiniert gegen Lebensmittelbetrug vor.

Quelle: dpa

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