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Mecklenburg-VorpommernGegen den Bundestrend weniger Zwangsversteigerungen in MV

22.01.2026, 16:58 Uhr
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Bundesweit sind die Zahlen gestiegen, in MV gesunken. Woran das liegt.

Schwerin (dpa/mv) - Im Gegensatz zum Bundestrend mussten in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr weniger Hausbesitzer ihre Immobilie zwangsversteigern lassen als 2024. Die Zahl der Zwangsversteigerungen sank im Nordosten um 5,8 Prozent auf 338, wie der auf den Bereich spezialisierte Informationsdienstleister Argetra mitteilte.

Bundesweit kamen demnach 14.082 Immobilien zwangsweise unter den Hammer - ein Plus von 4,7 Prozent im Vergleich zu 2024. Argetra wertet für seine Analyse nach eigenen Angaben die Termine von allen fast 500 deutschen Amtsgerichten aus.

Schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Als einen Grund für die bundesweite Zunahme nennt Argetra, dass die Preise am Immobilienmarkt seit dem Frühjahr 2025 tendenziell wieder zunähmen. Auch die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung stelle eine Bürde dar. "Zum einen nimmt die Arbeitslosigkeit tendenziell zu, auch wenn sie auf relativ niedrigem Niveau bleibt, und zum anderen schwindet in Teilen die Attraktivität Deutschlands für ausländische Fachkräfte, was die Zuwanderung und den damit verbundenen Druck auf den Wohnungsmarkt mindern dürfte."

Mecklenburg-Vorpommern hatte nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder im ersten Halbjahr 2025 ein Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent, während bundesweit die Entwicklung stagnierte. Zahlen für das ganze Jahr liegen bisher nicht vor. Außerdem bleibt gerade an der Küste das Interesse an (Ferien-)Immobilien hoch.

Quelle: dpa

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