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Mecklenburg-VorpommernGericht vertagt Urteil nach tödlichem Bootsunfall auf Bodden

09.04.2025, 12:07 Uhr
Gut-zweieinhalb-Jahre-nach-dem-toedlichen-Bootsunfall-auf-dem-Bodden-bei-Ribnitz-Damgarten-sollte-am-Amtsgericht-Stralsund-das-Urteil-gesprochen-werden-Doch-das-laesst-weiter-auf-sich-warten
(Foto: Bernd W�stneck/dpa)

Bei einem tragischen Bootsunfall im August 2022 kam unweit des Hafens von Ribnitz eine Frau ums Leben. Ihr Freizeitboot war gerammt worden. Der Führer des anderen Boots steht nun vor Gericht.

Stralsund (dpa/mv) - Der Prozess um den tödlichen Bootsunfall im Boddengewässer vor Ribnitz-Damgarten geht in die Verlängerung. Das Amtsgericht in Stralsund vertagte die für Mittwoch geplante Urteilsverkündung. Die Verteidigung hatte zuvor massive Bedenken gegen das Gutachten zum Unfallhergang vorgebracht.

Noch vor Verlesen des Gutachtens hatte der Sachverständige einräumen müssen, dass durch die Verwechslung vom Längen- und Breitengrad die Geschwindigkeit des Unfallverursachers falsch berechnet wurde. Zudem kündigte der Verteidiger an, eine genaue Untersuchung der sichergestellten Beleuchtung des gerammten Bootes zu beantragen. Damit solle zweifelsfrei geklärt werden, ob das Boot bei Dunkelheit vorschriftsmäßig beleuchtet und somit auch für das herannahende Sportboot gut erkennbar war.

Wegen fahrlässiger Tötung angeklagt ist ein heute 38-jähriger Bootsführer, der am Abend des 16. August 2022 mit seinem Sportangelboot ein Freizeitboot gerammt haben soll, das mit sechs Angehörigen einer Familie besetzt war. Eine 66-jährige Frau starb nach der Kollision im südlichen Saaler Bodden, andere Insassen wurden teils schwer verletzt.

Quelle: dpa

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