Mecklenburg-VorpommernGespräche: Sparkassen Mecklenburg-Schwerin mit Parchim-Lübz

Schwerin/Parchim (dpa/mv) - Die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin als drittgrößte Sparkasse in Mecklenburg-Vorpommern führt Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss mit der deutlich kleineren Sparkasse Parchim-Lübz. Es handele sich um ergebnisoffene Sondierungsgespräche, teilten die beiden Vorstandsvorsitzenden Kai Lorenzen (Mecklenburg-Schwerin) und Joachim Ziegler (Parchim-Lübz) am Dienstag gemeinsam mit. Zuvor hatte die "Schweriner Volkszeitung" berichtet.
Strategische Optionen bis hin zu einem möglichen Zusammenschluss beider Sparkassen würden erörtert, hieß es. "Die weiter anhaltende Niedrigzinsphase, steigende Anforderungen aus Regulatorik und Verbraucherschutz sowie das mit der Digitalisierung einhergehende veränderte Kundenverhalten lassen uns über neue Wege nachdenken, um unserer Verantwortung als starker Partner in der Region nachhaltig nachzukommen."
Das Geschäftsgebiet der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin umfasst die Landeshauptstadt Schwerin und den Altkreis Ludwigslust. Mit einem Geschäftsvolumen von 2,3 Milliarden Euro (2018) ist sie die drittgrößte der aktuell neun Sparkassen im Land. Größer sind die Ostseesparkasse und die Sparkasse Vorpommern.
Die Sparkasse Parchim-Lübz ist mit einem Geschäftsvolumen von 809 Millionen Euro (2018) deutlich kleiner. Sie ist im Altkreis Parchim aktiv und unterhält nach eigenen Angaben noch zehn Geschäftsstellen, die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin hat 18 Filialen. Die Altkreise Parchim und Ludwigslust bilden seit 2011 den Landkreis Ludwigslust-Parchim.