Mecklenburg-VorpommernGestüt Ganschow feiert letzte Stutenparade des Jahres
Schwerin/Ganschow (dpa/mv) - Das Gestüt Ganschow (Landkreis Rostock) rechnet auch für die dritte und letzte Stutenparade in diesem Jahr am Samstag wieder mit vollen Rängen. Etwa 4000 Besucher würden erwartet, sagte am Freitag eine Mitarbeiterin des Gestüts. Das abwechslungsreiche Programm umfasse etwa 20 Schaubilder. Dazu zählt auch die nach Gestütsangaben größte Zweispännerquadrille mit insgesamt 32 angespannten Pferden. Als Höhepunkt jeder Veranstaltung gilt der Auftrieb einer freilaufenden Herde. Vor Beginn der Stutenparade können am Vormittag die Ställe des Gestüts besichtigt werden, das auch Reiturlaub anbietet. In Ganschow werden rund 300 Warmblüter gehalten, jährlich kommen dort gut 70 Fohlen zur Welt, die zu Reitpferden herangezogen werden.
Agrarminister Till Backhaus (SPD), der für Samstag seinen Besuch in Ganschow ankündigte, würdigte die Zuchtleistung des Gestüts und dessen Außenwirkung unter anderem durch die seit 24 Jahren abgehaltenen Stutenparaden. "Die Schau ist eine tolle Werbung für das Gestüt und auch für das Pferdeland Mecklenburg-Vorpommern mit seinen knapp 25 000 Pferden", betonte der Minister, selbst Freund des Reitsports.
Das 1969 gegründete Gestüt habe sich zu DDR-Zeiten zu einem der größten seiner Art in Europa entwickelt und sei seit 1995 in privater Hand einer Familie. "Das ist ein absoluter Glücksgriff, denn sie hat das Gestüt auf Erfolgskurs gehalten und gehört mittlerweile zu den erfolgreichsten Züchtern", erklärte Backhaus. Basis der Zucht seien 30 Trakehner und 50 Mecklenburger Zuchtstuten. Mit der Zucht des aus Ostpreußen stammenden Warmblutpferdes Trakehner trage das Gestüt zum Erhalt des fast 280 Jahren alten Kulturgutes der deutschen Warmblutzucht bei. Auch mit der Ausbildung von Reitern und Fahrern unterstütze das Gestüt die Entwicklung der Pferdehaltung und des Pferdesports in Mecklenburg-Vorpommern.