Mecklenburg-VorpommernKalter Januar: In MV wurde mehr geheizt

Der Januar gab sich vor allem im Nordosten sehr winterlich. Viele Verbraucher drehten die Heizung entsprechend hoch. Das dürfte sich in der Rechnung niederschlagen.
Berlin/Rostock (dpa/mv) - Im Januar ist in Mecklenburg-Vorpommern wegen des winterlichen Wetters mit eisigen Frosttagen mehr geheizt worden. Wie aus einer Auswertung des Energiedienstleisters Techem hervorgeht, steigerte sich der Heizenergieverbrauch im Vergleich zum Januar 2025 um 14,6 Prozent. Damit erhöhen sich die Kosten, wenn auch nicht ganz so stark wie der Verbrauch.
Am größten ist die Verbrauchssteigerung den Daten zufolge in Thüringen: Im Vergleich zum Januar 2025 wurde dort im ersten Monat dieses Jahres 34,5 Prozent mehr Heizenergie verbraucht. In Brandenburg lag das Plus bei 29,2 Prozent, in Berlin bei 18,1 Prozent. Auch die Menschen in Sachsen haben deutlich mehr geheizt, laut Techem lag der Anstieg bei 16,5 Prozent.
Für die Auswertung hat Techem die Verbrauchsdaten aus fast 2 Millionen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern berücksichtigt. Pro Bundesland sind mindestens 8.900 Wohnungen in die Berechnung eingegangen. Berücksichtigt wurden alle Energieträger.
Über zehn Prozent mehr Kosten in MV
Der Techem-Prognose zufolge müssen die Verbraucher in MV mit einem Anstieg der Heizenergiekosten um 12,2 Prozent rechnen. In Thüringen wird sogar ein Plus von mehr als 31 Prozent im Vergleich zu Januar 2025 erwartet, in Brandenburg von 26,5 Prozent. Es folgen Berlin (plus 15,6 Prozent) und Sachsen (plus 14 Prozent).
Für die Kostenprognose hat Techem die Durchschnittspreise der jeweiligen Jahre als Basis genommen, da sich die Preise für Endverbraucher nicht monatlich ändern. Die Kosten sind also eine Hochrechnung auf Grundlage der tatsächlichen Verbräuche und der vorliegenden Jahrespreise.