Mecklenburg-VorpommernKranbauer Liebherr Rostock mit Rekordumsatz

Die Kräne, die Liebherr in Rostock baut, sind weltweit gefragt. Der Standort freut sich über ein deutliches Umsatzwachstum und ist für 2026 vorsichtig optimistisch.
Rostock/Biberach an der Riß (dpa/mv) - Das Familienunternehmen Liebherr hat auch an seinem Kranbau-Standort in Rostock der zuletzt geopolitisch und wirtschaftlich unsicheren Weltlage getrotzt. Die Liebherr-Rostock GmbH - einer der größten Arbeitgeber vor Ort - erzielte nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2025 mit 694,8 Millionen Euro einen neuen Umsatzrekord. Dies entspreche einer Steigerung von 20,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Wie das Unternehmen mitteilte, sei der Bedarf im Segment der Hafenmobilkrane in den ersten Monaten gesunken, im zweiten Halbjahr aber wieder angestiegen. Liebherr habe sich dabei zusätzliche Marktanteile gesichert und die Weltmarktführerschaft in diesem Bereich ausgebaut.
Der Rostocker Standort habe eine Exportquote von mehr als 90 Prozent. In Nord-, Mittel- und Südamerika verzeichnete das Unternehmen den Angaben zufolge ein deutliches Umsatzwachstum. Trotz positiver Ergebnisse in Deutschland hätten sich die Geschäfte in der Europäischen Union rückläufig entwickelt.
Vorsichtig optimistisch für 2026
Auch 2026 sei die Auftragslage für Hafenmobil-, Schiffs- und Offshore-Krane robust. Man blicke vorsichtig optimistisch auf das Geschäftsjahr. Geplant sei der Bau einer neuen Werkhalle im Überseehafen. Laut Firmenwebsite beschäftigt Liebherr in Rostock mehr als 1.800 Menschen.
Auch die Firmengruppe Liebherr, zu der der Rostocker Standort gehört, hat 2025 zugelegt. Das Unternehmen, das auch Bagger und Kühlschränke im Angebot hat, steigerte im vergangenen Jahr seinen Umsatz minimal auf 14,7 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 14,6 Milliarden Euro.
Weltweit fast 56.000 Mitarbeiter
Unter dem Strich wurde mehr verdient. Das Ergebnis nach Steuern stieg von 258 Millionen auf 272 Millionen Euro. Liebherr ist mit seinem Hauptsitz im schweizerischen Bulle ansässig. Gegründet wurde das Familienunternehmen aber 1949 von Hans Liebherr in Kirchdorf an der Iller (Kreis Biberach).
Zum Jahresende beschäftigte Liebherr weltweit 55.963 Männer und Frauen, 1.235 mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilte. Deutschland ist nach Angaben einer Sprecherin der wichtigste Produktions‑ und Arbeitgeberstandort von Liebherr. Hier arbeiten rund 24.600 Menschen. Dies entspreche gegenüber 2024 einem leichten Wachstum von knapp 1 Prozent.