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Mecklenburg-Vorpommern Landesbedienstete: Weniger und klimafreundlicher reisen

Reinhard Meyer (SPD) im Landtag. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Landesbedienstete sollen künftig weniger und klimafreundlicher auf Dienstreisen gehen. Das sieht ein Entwurf des Finanzministeriums zur Änderung des Landesreisekostengesetzes vor, den das Kabinett jetzt beschlossen hat, wie das Ministerium am Freitag in Schwerin mitteilte. Dienstreisen sollen demnach nur noch dann durchgeführt werden, wenn die Dienstgeschäfte nicht telefonisch oder per Videokonferenz zu erledigen sind.

Flugreisen im Inland sollen grundsätzlich nicht mehr genehmigt werden, da diese einen besonders hohen CO2-Ausstoß verursachen, wie es hieß. Um den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu erleichtern, müsse in Zukunft nicht mehr nachgewiesen werden, dass es sich bei Bus und Bahn um das günstigste Reisemittel handele. Bei Dienstfahrten mit einem privaten Elektro-Auto ist ein Zuschlag von drei Cent je Kilometer geplant. "Damit soll ein Anreiz zur Nutzung klimafreundlicher E-Mobilität geschaffen werden", erläuterte ein Ministeriumssprecher.

Nach Worten von Finanzminister Reinhard Meyer (SPD) wurden in der Vergangenheit jährlich mehr als 100 000 Dienstreisen von MV-Landesbediensteten unternommen, etwa zur Weiterbildung, zu Dienstbesprechungen oder Tagungen. "In Zeiten des Klimawandels wollen wir als Land mit gutem Beispiel vorangehen und unnötige Reisen vermeiden", sagte er. "Und die Reisen, die sich nicht vermeiden lassen, wollen wir künftig möglichst umweltfreundlich antreten." Zum finanziellen Einsparpotenzial der geplanten Maßnahmen äußerte sich der Minister in der Mitteilung nicht.

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