Mecklenburg-VorpommernLeuchtturm Kap Arkona nach langer Sanierung wieder offen

Die Menschen auf der Insel Rügen können die rund 160 Stufen wieder hoch hinauf: Mehrere Monate lang war der berühmte Leuchtturm von Gerüst und Planen umschlossen. Auch Vögel mussten weichen.
Rügen (dpa/mv) - Nach monatelanger Sanierung ist der Leuchtturm am Kap Arkona auf der Insel Rügen für Besucherinnen und Besucher wieder geöffnet. Die umfassenden Arbeiten seien abgeschlossen, wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) mitteilte. Die ersten Menschen genossen am Mittag bei sonnigem Wetter die Aussicht von der Besucherebene des insgesamt 35 Meter hohen Turms.
Das 1905 erbaute Wahrzeichen an der Nordspitze Rügens war seit Anfang September im vergangenen Jahr hinter Gerüst und Planen verborgen gewesen. Grund dafür waren Schäden am Mauerwerk und an Bauteilen des Laternenhauses durch Wind und Wetter, hieß es. Für die Sanierung des Leuchtturms wurden demnach rund 700.000 Euro investiert.
Schwalben umquartiert
Ursprünglich war geplant, dass die Besucherplattform des Turms hoch über der Steilküste zum Saisonstart im April öffnet. Laut WSA hatte vor allem der ungewöhnlich lange Frost im vergangenen Winter den Bauablauf verzögert. Da die Sanierung bis in die Brutzeit der Mehlschwalben andauerte und deren Nistplätze nicht erreichbar waren, seien Ersatzquartiere eingerichtet worden.
Neben dem Leuchtturm befindet sich am Kap Arkona noch der kleinere sogenannte Schinkelturm, der 1828 in Betrieb genommen und 1905 außer Dienst gestellt wurde. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich zudem der Peilturm, der 1927 für den militärischen Seefunk errichtet wurde.