Mecklenburg-VorpommernMassenhaft Wäsche von Feuerwehrschläuchen nach Überflutungen

Nach Überflutungen hat sich in Mecklenburg-Vorpommern ein Wäscheberg aufgetürmt: Unzählige Feuerwehrschläuche müssen gereinigt werden. Die zuständigen Anlagen arbeiten auf Hochtouren.
Klockenhagen (dpa/mv) - Nach den zahlreichen Einsätzen wegen Überflutungen infolge von Tauwetter und Regen kümmern sich die Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern um ihr Material. Dazu gehört unter anderem die Reinigung unzähliger Feuerwehrschläuche, die zum Abpumpen genutzt wurden. "Aktuell haben wir natürlich unheimlich viele Schläuche", sagte Kay Mittelbach, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Vorpommern-Rügen. "Wir schätzen aktuell um die 750 Schläuche." Zuvor hatte der Sender "Ostseewelle" berichtet.
Gereinigt werden die Schläuche in den Feuerwehrtechnischen Zentralen (FTZ) im Land, etwa in Klockenhagen. Die Schläuche würden gewaschen, unter Druck geprüft, getrocknet, verpackt und wieder an die jeweiligen Feuerwehren übergeben, erklärte Mittelbach. Im Landkreis Vorpommern-Rügen gebe es in etwa 6.500 Schläuche.
Das derzeitige Aufkommen der zu reinigenden Schläuche sei besonders hoch. Bei einem Brand würden normalerweise viel weniger Schläuche gebraucht, sagte Mittelbach. Auch die FTZ im übrigen Land hätten viel damit zu tun, Schläuche zu reinigen. Hinzu kämen die regulären Aufgaben, etwa die Wartung von Atemschutzgeräten oder Fahrzeugen. "Jetzt kommen die Schläuche obendrauf. Und auch alle Kameraden erwarten, dass wir schnell wieder trockene Schläuche auf ihr Fahrzeug bekommen."
Vergleichbarer Materialeinsatz zuletzt 2011
Einen vergleichbaren Materialeinsatz habe es zuletzt im Sommer 2011 gegeben, als starker Regen für Überschwemmungen gesorgt habe. "Und mit dieser Eisschmelze kann ich mich persönlich gar nicht daran erinnern, dass wir solche Einsätze schonmal in dieser Größe im Landkreis hatten."
Der Schweriner Innenminister dankte den Helferinnen und Helfern: "Ich – und die gesamte Landesregierung – danke den Einsatzkräften der Feuerwehren aus dem ganzen Land für ihren unermüdlichen Einsatz zum Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger sowie der Infrastruktur", teilte Christian Pegel (SPD) mit. "Ihr Engagement, ihr Mut und ihre Professionalität sind in dieser Ausnahmesituation von unschätzbarem Wert."
Die Landkreise mit ihren FTZ sorgten dafür, dass die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren gewährleistet bleibe. "Von daher gebührt den Landkreisen mit seinen Beschäftigten ebenso Dank und Anerkennung."