Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Schlusslicht bei Elektroautos

Berlin/Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern ist bei Elektroautos zusammen mit Sachsen-Anhalt Schlusslicht in Deutschland. Je 1000 Fahrzeuge sind in den beiden Ländern statistisch 0,7 Elektroautos zugelassen, wie die Agentur für Erneuerbare Energien am Freitag in Berlin mitteilte. In der Hansestadt Hamburg, Vorreiterin in Sachen Elektromobilität, liege der Anteil bei 2,8. Während im Nordosten Anfang des Jahres 626 Elektroautos rollten, waren es in Hamburg, das etwa gleich viele Einwohner hat, 2233.
Bundesweit waren zu Beginn des Jahres rund 83 000 Elektroautos zugelassen - ein Wachstum um mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, wie es hieß. In Bezug auf die gesamte Pkw-Flotte habe der Anteil aber nur etwa 0,2 Prozent betragen.
In Mecklenburg-Vorpommern wurden den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 239 Elektroautos neu zugelassen. Das waren sechs E-Neuzulassungen je 1000 Pkw. Der Spitzenreiter in dieser Kategorie, Schleswig-Holstein, kam auf einen Wert von 15,3.
Bei der Lade-Infrastruktur hinkt Mecklenburg-Vorpommern der Agentur zufolge ebenfalls hinterher: Während im Nordosten 6,2 E-Ladepunkte je 1000 Quadratkilometer gezählt wurden, waren es in Bayern 44, in Schleswig-Holstein 35,2 und in Sachsen-Anhalt 10,2.
Die Agentur für Erneuerbare Energien wird nach eigenen Angaben von Unternehmen und Verbänden der Erneuerbaren Energien getragen. Mehrere ihrer Kommunikationsprojekte werden von den Bundesministerien für Wirtschaft, für Umwelt und für Landwirtschaft gefördert, wie es auf der Internetseite der Agentur heißt.