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Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern hat die ältesten Einwohner

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Schwerin (dpa/mv) - In Mecklenburg-Vorpommern leben nach einer Erhebung des Versicherungsverbands GDV im Bundesschnitt die ältesten Einwohner. Wie der GDV am Donnerstag berichtete, lag der Altersschnitt im Jahr 2020 bei 48,8 Jahren, 1990 lag er noch bei 35,8. Dies war damals das jüngste Durchschnittsalter. Diese Entwicklung zeige sich auch beim wachsenden Anteil der Über-80-Jährigen. Deren Anteil stieg im Nordosten binnen 30 Jahren von 2,6 auf 8,3 Prozent.

Bundesweit stieg das Durchschnittsalter in diesem Zeitraum von 39,3 auf 44,6 Jahre. Hamburg und Berlin wiesen im vergangenen Jahr mit 42,1 beziehungsweise 42,7 die jüngste Bevölkerung auf. Für diese Daten hatte die GDV-Initiative "7 Jahre länger" die Daten aller 401 Kreise in Deutschland ausgewertet.

Wie in sechs anderen deutschen Landkreisen hat das Durchschnittsalter in den Kreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Rügen bereits die Marke von 50 Jahren erreicht. Den jüngsten Altersschnitt in MV weist die Universitätsstadt Rostock mit 47,0 Jahren auf. Generell seien es die Unistädte sowie die boomenden Metropolen, deren Einwohner deutlich jünger sind. Die Stadt mit der jüngsten Bevölkerung ist Heidelberg in Baden-Württemberg mit 40,7 Jahren.

Wie der Vizechef des GDV, Peter Schwark, sagte, stehe der Höhepunkt der Alterung noch bevor: "In dieser Dekade gehen die Babyboomer in Rente." Bund, Länder und Gemeinden müssten mehr tun, um die Folgen der Alterung zu bewältigen. Es gehe um ein nachhaltiges Rentensystem oder um genügend Betreuungsplätze. Wichtig seien auch mehr digitale Angebote, um älteren Menschen möglichst lange ein selbstständiges Leben zu ermöglichen.

© dpa-infocom, dpa:211014-99-589330/2

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