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Mecklenburg-Vorpommern263 Millionen Euro für Straßenbau in MV

24.02.2026, 15:07 Uhr
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Ob Kreisverkehr, Radwege oder Ortsumgehung – an vielen Straßen und Strecken in MV wird gebaut, und die Liste ist lang. Bund und Land greifen in diesem Jahr tiefer in die Tasche als 2025.

Schwerin (dpa/mv) - Bund und Land investieren in diesem Jahr 263 Millionen Euro in das Straßennetz in Mecklenburg-Vorpommern. Von der Summe sind rund 182 Millionen Euro für Erhaltungs- und Neubaumaßnahmen auf Bundesstraßen vorgesehen. Etwa 81 Millionen Euro entfallen auf Landesstraßen, wie Wirtschafts- und Infrastrukturminister Wolfgang Blank (parteilos) bei der Landespressekonferenz mitteilte. 2025 investierten Bund und Land 159,6 Millionen Euro für Straßenbaumaßnahmen im MV und damit rund 103 Millionen Euro weniger als in diesem Jahr.

Für die Mittelverwendung nannte Blank drei Schwerpunkte: den Erhalt bestehender Straßen und Brücken, die Ortsumgehungen Wolgast, Mirow und Dargun als große Neubauvorhaben sowie die Verbesserung der Verkehrssicherheit durch den Bau neuer Radwege an Bundes- und Landesstraßen.

"Mit den Ortsumgehungen Mirow und Dargun sowie der Peenebrücke bei Wolgast setzen wir nun drei zentrale Neubauprojekte um, die den städtischen Verkehr spürbar entlasten und attraktive Verkehrswege schaffen, von denen sowohl die Menschen vor Ort als auch die Gäste in unserem Land nachhaltig profitieren", sagte Blank.

Größte Baustelle des Landes in Wolgast

Auf Bundes-, Landes und Kreisstraßen in Mecklenburg-Vorpommern laufen aktuell Dutzende Baumaßnahmen. Die Dauer reicht dabei von einigen Wochen bis Ende des Jahres 2030, wie aus der aktuellen Baustellenlisten des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr hervorgeht.

Das größte Projekt läuft in Wolgast. Dort soll eine 6,8 Kilometer lange Ortsumgehung die Bevölkerung in Wolgast von dem insbesondere in den Sommermonaten starken Durchgangsverkehr auf und von der Urlaubsinsel Usedom entlasten. Der Verkehr soll dazu auf der Bundesstraße 111 südöstlich um die Stadt Wolgast herumgeführt werden.

Die Mittel für den Neubau der Peenebrücke in Wolgast gab der Bund im vorigen November frei. Der Auftrag für den 421 Millionen Euro teuren Neubau wurde vergeben. Derzeit würden erste vorbereitende Maßnahmen wie der Schilfschnitt im Uferbereich der Insel Usedom getroffen, sagte Blank. "Der Spatenstich ist im zweiten Quartal vorgesehen." Die 1,4 Kilometer lange Brücke nach Usedom ist das Herzstück der bereits im Bau befindlichen Ortsumgehung, die rund 500 Millionen Euro kostet.

Millionen für Frostschäden

Auch Kosten für die Reparatur von Kälteschäden seien im Straßenbauprogramm berücksichtigt. "Natürlich werden wir Frostschäden haben und natürlich sind das Maßnahmen, die auch abgedeckt sind", sagte der Direktor des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr in MV, René Firgt. Dafür seien vorsorglich pauschale Ausgaben im niedrigen Millionenbereich eingeplant. Wie hoch diese Kosten tatsächlich werden, könne man erst nach dem Winter sicher sagen. Derzeit würden die Straßenbauämter damit beginnen, erste Orte zu besichtigen und mögliche Schäden zu erfassen.

Quelle: dpa

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