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Mecklenburg-VorpommernSSC-Geschäftsführer: "Kein Grund, den Kopf hängenzulassen"

25.02.2026, 15:17 Uhr
Trainer-Felix-Koslowski-vom-SSC-Palmberg-Schwerin

Erneut ist Schwerin in den Playoffs der Champions League gescheitert. Überraschend kommt das Ausscheiden gegen Ankara nicht. Das liegt vor allem an dem Stellenwert von Frauen-Volleyball in der Türkei.

Schwerin (dpa/mv) - Die Sensation im Rückspiel ist ausgeblieben. Am Ende fiel die Niederlage für den SSC Palmberg Schwerin bei Zeren Spor Ankara mit 0:3 (16:25, 18:25, 14:25) sogar deutlich aus. Damit musste sich der deutsche Volleyball-Meister, der das Playoff-Hinspiel bereits mit 1:3 verloren hatte, aus der Champions League verabschieden und hat das Viertelfinale wie schon in der vergangenen Saison verpasst.

Überraschend ist das Ausscheiden aus Sicht des Teams von Trainer Felix Koslowski jedoch nicht gewesen. Zwar waren beide Clubs jeweils als Gruppenzweiter weitergekommen, doch damit hören die Gemeinsamkeiten schon auf. Auch wenn sich Erfolg nicht immer kaufen lässt, die finanziellen Rahmenbedingungen spielen im Frauen-Volleyball eine große und meist entscheidende Rolle.

Erfolg lässt sich doch kaufen

"Unser Etat für Spielerinnen und Staff liegt bei rund 1,5 Millionen Euro. Der bei den Topclubs in Italien und der Türkei ist zwei- bis dreimal so hoch", stellte SSC-Geschäftsführer Michael Evers mit Blick auf die Konkurrenz fest. Abgesehen davon, dass die Zeren Group auch Titelsponsor der Champions League ist, ist der Club erst 2022 von dem Unternehmer Mustafa Zeren gegründet worden und in dieser Saison nur per Wildcard ins Teilnehmerfeld gelangt.

Doch Frauen-Volleyball genießt in der Türkei wie auch in Italien eben ein deutlich höheres Ansehen als zum Beispiel in Deutschland. Und das lässt sich nicht nur an Gehältern für Spielerinnen festmachen. "Wir haben hier in Schwerin schon optimale Bedingungen für die Nachwuchsförderung. Aber was wir dort an Zentren gesehen haben, das ist schon beeindruckend", räumte Evers unumwunden ein.

Türkische und italienische Dominanz im Viertelfinale

Dementsprechend ist das Viertelfinale in diesem Jahr besetzt: Alle vier Clubs aus der Türkei sind noch im Rennen, dazu kommen vermutlich drei Vereine aus Italien. Angesichts der Dominanz dieser Nationen dürfte es nicht nur dem SSC auch in Zukunft schwerfallen, die Runde der besten acht Mannschaften zu erreichen - immer vorausgesetzt, dass sich die Mecklenburgerinnen überhaupt für den Wettbewerb qualifizieren.

"Aber das ist kein Grund für uns, den Kopf hängenzulassen", betonte Evers und ergänzte: "Es ist ja auch für neue Spielerinnen interessant, wenn wir in der Champions League spielen und sie sich dort präsentieren können. Und wir möchten unserem Publikum auch internationalen Spitzensport bieten."

Quelle: dpa

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