Mecklenburg-VorpommernSchausteller warnen vor Preisschub auf Jahrmärkten

Karussell, Zuckerwatte und Co. könnten teurer werden: Wegen hoher Spritkosten schlagen Schausteller in Mecklenburg-Vorpommern Alarm. Ihr Verband nimmt die Politik in die Pflicht.
Rostock (dpa/mv) - Auf Jahrmärkten könnten Fahrgeschäfte und Zuckerwatte bald teurer werden. Der Grund dafür seien steigende Spritpreise und die Inflation, welche die Schaustellerbranche hart treffen würden, teilt der Vorsitzende des Schaustellerverbandes Mecklenburg-Vorpommerns, Peer Hamberger, mit. "Wir befinden uns gerade auf einer Gradwanderung zwischen bezahlbaren Preisen für unsere Gäste und wirtschaftlich vertretbaren Preisen für uns", sagt der Vorsitzende.
Appell an Politik: Kosten bald nicht mehr tragbar
"Wir sind alle betroffen", erklärt Peer Hamberger. Denn ihm zufolge reisen die meisten Schausteller mit Lkws durch das Land, weshalb ihnen die steigenden Spritpreise besonders zu schaffen machen. Zudem hätten Zulieferer ebenfalls mit Preiserhöhungen reagiert. Die Situation sei für die Schausteller bald nicht mehr tragbar, so der Vorsitzende. Er appelliert an die Politik, für eine Entlastung der Schausteller zu sorgen, damit die Preise auf den Volksfesten nicht erhöht werden müssen.
Die Saison in Mecklenburg-Vorpommern hat gerade erst vor knapp anderthalb Wochen mit der Eröffnung des Rostocker Ostermarkts begonnen. Dort findet anlässlich der Ernennung der Schaustellerkultur als immaterielles Kulturerbe am kommenden Dienstag eine Festveranstaltung statt. Da der Großteil der Schausteller aus der Umgebung käme, habe man die Preise zunächst nicht anziehen müssen, sagt Hamberger.