Mecklenburg-VorpommernSchiffbau sei dank: Exporte in MV 2025 stark gewachsen

Nach zwei Jahren schrumpfender Exporte und mitten in der Wirtschaftsflaute verkauft Mecklenburg-Vorpommern plötzlich wieder mehr ins Ausland. Eine Branche sowie ein Abnehmerland stechen heraus.
Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft hat nach zwei Jahren schrumpfender Exporte im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr ins Ausland verkaufen können. Der Gesamtwert der Ausfuhren stieg um ganze 20,2 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro, wie aus aktuellen Daten des Statistischen Amtes hervorgeht.
Besonders sticht der Schiffbau heraus: Dort wuchs das Exportvolumen um 900 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. In der Ernährungswirtschaft ging das Volumen um 6,9 Prozent zurück und rutschte unter die Marke von drei Milliarden Euro. Dagegen legten die Export der Industrie um 34 Prozent zu.
Neues Kreuzfahrtschiff aus Wismar ausgeliefert
Grund für den deutlichen Zuwachs beim Schiffbau dürfte das größte jemals in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff, die Disney Adventure, sein. Das Schiff wurde in Wismar gebaut und im September 2025 an den Disney-Konzern ausgeliefert. Es ist auf den Bahamas registriert – der Export in den Inselstaat aus MV wuchs im vergangenen Jahr laut Statistik-Amt um mehr als 1.000 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro.
Exportzuwächse in bescheidenerem Maße gab es dem Amt zufolge auch in einigen anderen Wirtschaftsbereichen. So legte die Ausfuhr von Schnittholz um 5,6 Prozent auf rund 227 Millionen Euro zu. Der Export von Düngemitteln wuchs demnach um 19,6 Prozent auf fast 325 Millionen Euro, der von Eisen-, Blech- und Metallwaren um 26,2 Prozent auf rund 550 Millionen Euro. Das ins Ausland verkaufte Volumen von Geräten zur Erzeugung und Verteilung elektrischer Energie wuchs den Angaben zufolge um 9,4 Prozent auf 768 Millionen Euro.